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Ratgeber Wärmepumpe

Wärmepumpe mit Photovoltaik: Die perfekte Kombination für Ihr Eigenheim

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KI-generierte Zusammenfassung
Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik bietet eine wirtschaftlich und ökologisch...

Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik bietet eine wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Lösung für die Energieversorgung im Eigenheim. Durch die Nutzung von selbst erzeugtem Solarstrom für den Betrieb der Wärmepumpe können die Betriebskosten erheblich gesenkt werden. Während der Strom aus dem Netz etwa 30 ct/kWh kostet, liegt der Preis für selbst erzeugten Solarstrom nur bei 5 bis 12 ct/kWh, was zu Einsparungen von 60 bis 80 % führt.

Zusätzlich erhöht die Kombination den Autarkiegrad auf bis zu 75 %, was eine Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen ermöglicht. Die Amortisationszeit für die Investition in ein solches System beträgt in der Regel 8 bis 14 Jahre, wobei staatliche Förderungen die Kosten weiter senken können. Ökologisch gesehen reduziert die Nutzung von Solarstrom den CO₂-Ausstoß erheblich, was die Klimabilanz verbessert.

Ein intelligentes Energiemanagementsystem (EMS) optimiert den Energiefluss zwischen Photovoltaikanlage, Wärmepumpe und Stromspeicher, um den Eigenverbrauch zu maximieren. Die Investitionskosten für ein modernes System liegen zwischen 32.000 und 48.000 €, wobei die Amortisationszeit durch Förderungen verkürzt werden kann. Insgesamt stellt die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik eine zukunftssichere und wertsteigernde Investition für Immobilien dar.

Zuletzt aktualisiert am: 05.08.2026

Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik, Stromspeicher sowie Energiemanagementsystem (EMS) lohnt sich wirtschaftlich und ökologisch. Erfahren Sie bei Buderus mehr über die Kosten einer Wärmepumpe mit Photovoltaik, die möglichen Renditen und wie beide Systeme zusammenarbeiten.

Warum Wärmepumpe und Photovoltaik eine ideale Kombination sind

Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaikanlage gilt als eine der wirtschaftlich und ökologisch sinnvollsten Lösungen für die Energieversorgung im Eigenheim. Der zentrale Vorteil liegt darin, dass Sie den selbst erzeugten Solarstrom direkt für den Betrieb Ihrer Wärmepumpe nutzen können. Während konventionelle Heizsysteme auf fossile Brennstoffe angewiesen sind, arbeitet eine Wärmepumpe mit Strom – und dieser kann zu einem großen Teil von Ihrer eigenen Photovoltaikanlage stammen.

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Tipp: Eine zweite Möglichkeit, Solarenergie in Kombination mit der Wärmepumpe zu nutzen, bietet die Solarthermie. Dabei gewinnen Sie keinen Strom, sondern direkte Wärme als Unterstützung im Heizkreislauf. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber „ Solarthermie mit Wärmepumpe “.

Reduzierte Betriebskosten und langfristige Ersparnisse

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Eine Wärmepumpe benötigt für ein typisches Einfamilienhaus etwa 3.000 bis 5.000 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr. Beziehen Sie diesen Strom vollständig aus dem Netz, zahlen Sie bei aktuellen Strompreisen von rund 30 ct/kWh zwischen 900 und 1.500 € jährlich. Im Vergleich zu konventionellen Heizsystemen auf Basis von Öl und Gas sind die laufenden Kosten einer Wärmepumpe bereits günstig. Es geht aber noch preisgünstiger: Selbst erzeugter Solarstrom kostet Sie nur etwa 5 bis 12 Ct/kWh (zur Erklärung: Der Solarstrom selbst ist kostenlos, aber Sie müssen Ihre Investitions- und Wartungskosten berücksichtigen). Eigener Solarstrom ermöglicht also eine Ersparnis von 60 bis 80 % gegenüber Netzstrom. Jede selbst verbrauchte kWh Eigenstrom ersetzt teuren Netzstrom und lohnt sich mehr als die staatliche Einspeisevergütung für Strom, den Sie ins Netz einspeisen (2025 unter 8 ct/kWh). Diese Differenz summiert sich über die Betriebsdauer von 30 Jahren und mehr auf mehrere tausend Euro.

Mehr Unabhängigkeit und schnelle Amortisation

Die Strompreise sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen und unterliegen erheblichen Schwankungen. Mit der Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaikanlage machen Sie sich weitgehend unabhängig von diesen Entwicklungen und steigern Ihren Strom-Autarkiegrad deutlich auf bis zu 75 % (das heißt, Sie können bis zu 75 % Ihres Strombedarfs über Solarstrom decken, sofern Sie einen Stromspeicher nutzen). Durch die langfristigen Einsparungen bei den Heizkosten rechnet sich die Kombination aus Wärmepumpe mit Photovoltaik typischerweise innerhalb von 8 bis 14 Jahren. Schaffen Sie zusätzlich einen Stromspeicher und ein Energiemanagementsystem an, erhöhen sich zwar die Investitionskosten und die Amortisationszeit, dafür erzielen Sie langfristig mehr Rendite, weil Sie über Jahrzehnte mehr von Ihrem Eigenstrom ausnutzen. Außerdem erhalten Sie für die Investition in eine Wärmepumpe derzeit attraktive staatliche Förderungen. Photovoltaikanlagen und Speicher sind immerhin von der Mehrwertsteuer befreit.

Ökologische Vorteile und CO₂-Reduktion

Eine Wärmepumpe arbeitet bereits deutlich klimafreundlicher als eine Gas- oder Ölheizung. Kombinieren Sie sie mit Solarstrom, verbessern Sie die Klimabilanz nochmals erheblich. Ihr selbst erzeugter Solarstrom ist nahezu CO₂-frei. während der durchschnittliche deutsche Strommix 2024 laut Umweltbundesamt noch etwa 360 Gramm CO₂ pro kWh verursachte . Bei einem jährlichen Strombedarf von 4.000 kWh für die Wärmepumpe sparen Sie durch Eigenverbrauch von Solarstrom fast 1,5 Tonnen CO₂ pro Jahr ein.

Wertsteigerung und Zukunftssicherheit

Gebäude mit moderner Heiztechnik und eigener Stromerzeugung erzielen am Immobilienmarkt höhere Preise. Eine professionell installierte Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik verbessert die Energieeffizienzklasse Ihres Hauses und macht es zukunftssicher. Dies ist besonders relevant vor dem Hintergrund steigender gesetzlicher Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden. Noch dazu wappnen Sie Ihre Immobilie gegen Sommerhitze, da Sie eine reversible Wärmepumpe als Klimaanlage nutzen können. Das ist besonders praktisch, weil die Zeit des höchsten Kühlenergiebedarfs mit der stärksten Sonneneinstrahlung zusammenfällt. Anders ausgedrückt: Ihre PV-Anlage sorgt dafür, dass Ihre Wärmepumpe das Haus weitgehend kostenlos kühlt.

Synergieeffekte durch intelligente Kopplung

Die Wärmepumpe ist ein idealer Verbraucher für Solarstrom, da sie flexibel einsetzbar ist. Anders als bei vielen anderen Haushaltsgeräten lässt sich der Betrieb einer Wärmepumpe zeitlich verschieben. Wenn Ihre Photovoltaikanlage mittags viel Strom produziert, kann ein intelligentes Energiemanagementsystem (EMS) die Wärmepumpe bevorzugt zu dieser Zeit laufen lassen und beispielsweise einen Pufferspeicher aufheizen. Die gespeicherte Wärme steht Ihnen dann auch abends und nachts zur Verfügung, wenn die Sonne nicht scheint. So maximieren Sie den Eigenverbrauch Ihres Solarstroms und minimieren teure Strombezüge aus dem Netz.

So arbeitet die Wärmepumpe mit der PV-Anlage zusammen

Der Energiefluss in einem optimal ausgelegten System verläuft nach klaren Prioritäten:

  • Die Photovoltaikanlage erzeugt tagsüber Strom aus Sonnenlicht. Der Strom wird zunächst direkt für den aktuellen Strombedarf im Haushalt genutzt – das können die Wärmepumpe, Haushaltsgeräte, Computer oder Beleuchtung sein. Der direkte Eigenverbrauch ist wirtschaftlich am attraktivsten, da Sie den Strom weder einspeisen noch zwischenspeichern müssen.
  • Produziert die PV-Anlage mehr Strom, als Sie gerade benötigen, wird der Überschuss in den Stromspeicher geladen. Erst wenn sowohl der aktuelle Bedarf gedeckt als auch der Speicher vollständig geladen ist, speisen Sie den verbleibenden Überschuss ins öffentliche Netz ein und erhalten dafür die Einspeisevergütung.
  • Abends und nachts, wenn die PV-Anlage keinen Strom mehr liefert, versorgt der Stromspeicher Ihren Haushalt sowie die Wärmepumpe. Die Priorisierung und Steuerung übernimmt ein EMS.
  • Ist der Speicher leer und können weder er noch Ihre PV-Anlage Ihren aktuellen Bedarf decken, beziehen Sie Strom aus dem öffentlichen Netz.

Die Wärmepumpe nimmt in diesem System eine besondere Rolle ein: Sie ist im Vergleich zu konventionellen Heizsystemen deutlich günstiger im Betrieb, aber nichtsdestotrotz einer der größten Stromverbraucher im Haushalt. Zugleich ist sie zeitlich flexibel steuerbar. Eine moderne Wärmepumpe arbeitet oft mit einem Pufferspeicher zusammen, der Heizwärme bevorratet. Das bedeutet: Die Wärmepumpe muss nicht exakt dann laufen, wenn Sie Wärme benötigen, sondern kann bevorzugt dann arbeiten, wenn Ihre Photovoltaikanlage viel Strom liefert.

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Gut zu wissen: Welche Aufgaben übernimmt ein EMS?

Ein Energiemanagementsystem ist die intelligente Schaltzentrale Ihrer Anlage. Es erfasst in Echtzeit, wie viel Strom Ihre Photovoltaikanlage gerade produziert, wie viel Strom im Haushalt verbraucht wird, wie voll der Stromspeicher ist und welche Verbraucher gerade aktiv sind oder in Kürze laufen sollen. Auf Basis dieser Informationen steuert das EMS Ihre Wärmepumpe und andere Verbraucher so, dass Sie möglichst viel selbst erzeugten Solarstrom nutzen und teure Netzbezüge minimieren. Moderne EMS lernen zudem aus Ihrem Verbrauchsverhalten und beziehen Wetterprognosen ein.

Warum Stromspeicher für Wärmepumpe und Photovoltaik oft sinnvoll sind

Ohne Stromspeicher liegt die Eigenverbrauchsquote bei einer typischen Photovoltaikanlage nur bei etwa 30 bis 35 %. Das bedeutet: Sie nutzen nur ein Drittel Ihres selbst erzeugten Stroms direkt, zwei Drittel speisen Sie ins Netz ein. Mit einem passend dimensionierten Stromspeicher erhöhen Sie die Eigenverbrauchsquote auf 60 bis 70 %. Sie verdoppeln also die Menge an günstigem Solarstrom, den Sie selbst nutzen. Damit kann auch Ihr Autarkiegrad – also, wie viel Ihres Gesamtstrombedarfs Sie mit Solarstrom decken –, auf rund 75 % steigen.

Für den Betrieb einer Wärmepumpe ist ein Stromspeicher besonders wertvoll: Der Heizbedarf besteht vor allem in den Morgen- und Abendstunden sowie nachts. Ohne Speicher müsste die Wärmepumpe zu diesen Zeiten überwiegend mit Netzstrom laufen. Dank des Speichers können Sie den tagsüber erzeugten Solarstrom auch abends und nachts für die Wärmepumpe nutzen – ob zum Heizen oder für die Warmwasserbereitung. In einem gut ausgelegten System deckt der Stromspeicher zusammen mit der Photovoltaikanlage in den Sommermonaten nahezu den gesamten Strombedarf der Wärmepumpe ab.

Systemkompetenz von Buderus – smartes Energiemanagement im ganzen Haus

Buderus Wärmepumpen können über die „Smart Grid ready“-Schnittstelle flexibel auf den PV-Überschuss reagieren. So wird auch das (indirekte) Heizen mit Photovoltaik möglich: Die Heizanlage hebt gezielt die Temperatur des Pufferspeichers und der Fußbodenheizung an. Der aus Solarenergie generierte Strom findet dadurch Verwendung „für später“ in Ihrem Haus, sogar ohne Stromspeicher. Über ein Energiemanagementsystem lassen sich anhand von Wetter- und Ertragsprognosen bestimmte Verbraucher auch gezielt zu- oder abschalten. Um Ihre PV-Anlage unkompliziert mit der Wärmepumpe zu koppeln, nutzen Sie die App MyEnergyMaster von Buderus. Sie erhalten sie für alle gängigen iOS - und Android -Geräte.

Wie hoch sind die Kosten für eine Wärmepumpe mit Photovoltaik?

Die Gesamtkosten für ein modernes System aus Luft-Wasser-Wärmepumpe und Photovoltaikanlage betragen durchschnittlich etwa 32.000 bis 48.000 €. Sie hängen von der Art und Größe des Gebäudes sowie vom Energieverbrauch ab. Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen sind in Anschaffung und Erschließung hochpreisiger als luftbasierte Wärmepumpensysteme, dafür aber auch effizienter beim Heizen. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus können Sie von folgenden Richtwerten ausgehen:

  • Wärmepumpe (Luft-Wasser) inklusive Installation, Pufferspeicher und hydraulischem Abgleich: etwa 20.000–30.000 € (ohne Förderung)
  • 10-kWp-Photovoltaikanlage inklusive Wechselrichter und Montage: etwa 12.000–18.000 €

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und Photovoltaik zusammen ergeben also Kosten von rund 32.000 bis 48.000 €. In unserem Ratgeber zu den Kosten der Wärmepumpe können Sie im Detail nachlesen, wo verschiedene Wärmepumpen-Arten preislich liegen und welche laufenden Kosten (und Einsparungen) damit einhergehen. Um langfristig die höchstmöglichen Ersparnisse zu erzielen, lohnt es sich allerdings fast immer, auch in einen Stromspeicher sowie ein EMS zu investieren, um so viel Eigenstrom wie möglich zu nutzen. Durchschnittliche Richtwerte für die Kosten sind hier:

  • Stromspeicher mit Kapazität von 10 kWh: etwa 8.000–10.000 €
  • Energiemanagementsystem: etwa 1.000–2.000 €

Für ein solches Gesamtsystem liegen die Investitionskosten somit zwischen 41.000 und 60.000 €. Mögliche staatliche Förderungen für die Wärmepumpe können die Investitionskosten zwar noch deutlich senken – trotzdem ist es für Sie natürlich besonders wichtig, wie schnell sich eine solch signifikante Ausgabe amortisiert und rentiert.

Wie schnell amortisieren sich die anfänglichen Kosten für eine Wärmepumpe mit Photovoltaik?

Ein Gesamtsystem aus PV-Anlage und Wärmepumpe, Stromspeicher sowie EMS, das etwa 50.000 € kostet (ohne Förderungen), kann sich nach rund 25 Jahren amortisieren. Förderungen verkürzen die Amortisationszeit allerdings deutlich. Die Investitionskosten und die Amortisationszeit hängen letztendlich von Ihren konkreten, individuellen Bedingungen ab und können hier nur beispielhaft angenommen werden.

Wir gehen für die folgende Beispiel-Berechnung von einem typischen Einfamilienhaus mit 140 m2 Wohnfläche aus, bewohnt von einer vierköpfigen Familie. Das Gebäude ist durchschnittlich gedämmt (Baujahr 1995, nachträglich teilweise saniert) und hat einen Heizwärmebedarf von 15.000 kWh pro Jahr. Bisher wurde das Haus mit einer konventionellen Gasheizung beheizt.

Die Familie plant nun die Modernisierung mitsamt Wärmepumpe, Photovoltaik, Stromspeicher und Energiemanagementsystem. Sie entscheidet sich für folgendes Setup:

  • Wärmepumpe (Luft-Wasser): Investitionskosten inklusive Installation, Pufferspeicher und hydraulischem Abgleich: 25.000 €. Die Wärmepumpe erreicht eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 4,0, benötigt also für 15.000 kWh Heizwärme etwa 3.750 kWh Strom pro Jahr.
  • Photovoltaikanlage (10 kWp): Investitionskosten inklusive Installation und Wechselrichter: 16.000 €. Die Anlage erzeugt jährlich etwa 10.000 kWh Strom.
  • Stromspeicher (10 kWh): Investitionskosten inklusive Installation: 8.000 €.
  • Energiemanagementsystem: Investitionskosten: 1.500 €.

Die Gesamtinvestition beträgt somit 50.500 €.

Die Ausgangssituation: Kosten mit der alten Gasheizung

Zuerst betrachten wir die jährlichen Energiekosten vor der Modernisierung. Der Beispielhaushalt hat folgende Kosten:

  1. Heizkosten Gas: Bei einem Wärmebedarf von 15.000 kWh und einem Gaspreis von 10 ct/kWh belaufen sich die reinen Heizkosten auf 1.500 € pro Jahr.
  2. Haushaltsstrom: Für den restlichen Strombedarf von 3.500 kWh fallen bei einem Strompreis von 30 Cent/kWh Kosten von 1.050 € pro Jahr an.

Somit belaufen sich die Gesamtkosten mit dem alten System auf 2.550 € pro Jahr (dieser Betrag würde durch eine angenommene jährliche Strompreiserhöhung von 3 % in den Folgejahren weiter ansteigen).

Neue Situation mit Wärmepumpe und Photovoltaik: Kosten und Einnahmen im Detail

Das neue, integrierte System hat einen Gesamtstrombedarf von 7.250 kWh (3.500 kWh Haushalt + 3.750 kWh für die Wärmepumpe). Dem steht eine eigene Stromerzeugung von 10.000 kWh durch die PV-Anlage gegenüber. Dank des Stromspeichers und des EMS kann ein Großteil des eigenen Stroms selbst verbraucht werden. Wir gehen von einer realistischen Bedarfsdeckung von 70 % aus. Das bedeutet: 70 % des gesamten Strombedarfs (7.250 kWh) werden aus eigener Photovoltaik gedeckt, also 5.075 kWh. Die verbleibenden 2.175 kWh bezieht der Haushalt aus dem Stromnetz.

Daraus ergeben sich folgende Posten für das erste Betriebsjahr:

  • Kosten für Netzstrom: 2.175 kWh müssen noch aus dem Netz bezogen werden. Das kostet 652,50 €.
  • Laufende Kosten: Die Wartung für Wärmepumpe, PV-Anlage und Speicher beträgt insgesamt 450 € pro Jahr.
  • Einnahmen durch Einspeisung: Der überschüssige Strom (4.925 kWh), den der Haushalt nicht selbst verbraucht oder speichert, wird ins Netz eingespeist. Bei einer Vergütung von 7,8 ct/kWh ergibt das Einnahmen von 384,15 € im Jahr.

Alle laufenden Kosten sowie Einnahmen zusammengerechnet, bezahlt die Familie mit dem neuen System 718,35 € pro Jahr für Strom und Heizung. 

Die jährliche Ersparnis und die Amortisationszeit

Vergleicht man die beiden Systeme „Gasheizung ohne PV“ und „Wärmepumpe mit Photovoltaik“ miteinander, ergibt sich hinsichtlich der jährlichen Energiekosten eine signifikante Ersparnis:

  • 2.550 € alte Kosten für Strom und Gas
  • 718,35 € neue Kosten nur für Strom

Das bedeutet eine Ersparnis von 1.831,65 € pro Jahr.

Um die Amortisationszeit zu ermitteln, werden die jährlichen Ersparnisse so lange aufsummiert, bis die ursprüngliche Investitionssumme von 50.500 € erreicht ist. In diesem Beispiel übersteigt die kumulierte Ersparnis die Investitionskosten nach 26 Jahren.

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Amortisation verkürzt sich mit Wärmepumpen-Förderung deutlich

Angenommen, die Familie beantragt die derzeitige (Stand: Dezember 2025) staatliche Unterstützung für Wärmepumpen und erhält eine Förderung von 55 % auf Kauf, Installation und Inbetriebnahme der Luft-Wasser-Wärmepumpe: Statt 25.000 € kostet das neue Heizsystem nur noch 11.250 €. Die Gesamtkosten der Investition sinken also auf 36.750 €. Mit der Förderung verkürzt sich die Amortisationszeit des Gesamtsystems von 26 Jahren auf 19 Jahre. Anders ausgedrückt: Nach 19 Jahren übersteigen die kumulierten Ersparnisse (37.232,81 €) die getätigte Investition. Da ein solches System häufig 30 bis 40 Jahre und teils noch länger zuverlässig funktioniert, fällt die Rendite über die Jahrzehnte entsprechend hoch aus.

Nutzen Sie jetzt den Buderus Förderservice und lassen Sie sich zu Ihrer bestmöglichen Förderung beraten!

Individuelle Berechnung mit dem Buderus Photovoltaikstromrechner

Jedes Haus ist anders, und die optimale Anlagengröße hängt von vielen individuellen Faktoren ab. Buderus bietet Ihnen mit dem Photovoltaikstromrechner ein kostenloses Online-Tool, mit dem Sie Ihre persönliche Situation durchrechnen können. Sie geben Ihren Stromverbrauch, Ihre Dachfläche sowie Ihre bestehenden bzw. geplanten Verbraucher ein (etwa ein E-Auto). Sofort im Anschluss erhalten Sie eine Übersicht über die Energiekosten, die Einsparungen, den zu erwartenden Autarkiegrad und die Wirtschaftlichkeit Ihrer Anlage.

Welche Förderungen gibt es für Wärmepumpe und Photovoltaik?

Sie profitieren beim Erwerb und der Installation von modernen regenerativen Energiesystemen von verschiedenen direkten und indirekten Förderungen:

Förderungen für die Wärmepumpe

Staatliche Förderungen sind gemäß der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in Höhe von maximal 70 % erhältlich. Alle Informationen dazu lesen Sie gut verständlich und Schritt für Schritt erklärt in unserem Ratgeber zur Förderung der Wärmepumpe.

Auf Bundesebene gibt es für Photovoltaikanlagen seit 2023 keine direkten Investitionszuschüsse mehr, stattdessen profitieren Sie hauptsächlich von zwei indirekten Vergünstigungen: der Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie seit 2023 von der Befreiung von der Mehrwertsteuer, wenn PV-Anlagen auf oder in der Nähe von Wohngebäuden installiert werden. Diese Steuerbefreiung senkt die Anschaffungskosten um 19 %. Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet zudem zinsgünstige Kredite für Photovoltaik- und Speichersysteme an (Förderprogramm „Erneuerbare Energien – Standard 270“). Zudem haben einige Bundesländer und Kommunen eigene Förderprogramme aufgelegt. Sie umfassen Zuschüsse für die Anschaffung, zinsgünstige Darlehen oder auch steuerliche Vergünstigungen. Die Förderhöhe und -bedingungen variieren regional – informieren Sie sich am besten auf den offiziellen Förderseiten für Ihre Region.

Förderung für Stromspeicher und EMS

Beim Kauf von Stromspeichern fällt seit 2023 ebenfalls keine Mehrwertsteuer an. Außerdem steht Ihnen für den Erwerb von Speichern und Energiemanagementsystemen der zinsgünstige Kredit der KfW „Standard 270“ zur Verfügung. Einige Bundesländer und Kommunen bezuschussen darüber hinaus die Anschaffung von Stromspeichern mit mehreren hundert Euro pro kWh Speicherkapazität.

Häufig gestellte Fragen zur Wärmepumpe mit Photovoltaik

  • Es ist unerheblich, ob Ihre Wärmepumpe die Energie aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Umgebungsluft bezieht. Wichtig ist, dass der Kompressor der Wärmepumpe seine Leistung modulieren, also stufenlos steigern bzw. senken kann. Der Großteil moderner Wärmepumpen ist mit Inverter-Technologie ausgestattet. Sie ermöglichen die flexible Anpassung an den Wärmebedarf und die verfügbare PV-Leistung, weil sie im modulierenden Betrieb auch geringe Energiemengen abnehmen, sobald diese verfügbar sind.

  • Nur theoretisch könnten Sie durch eine sehr große Photovoltaikanlage und einen sehr großen Speicher einen Autarkiegrad von (nahezu) 100 % erreichen. Wirtschaftlich ist das jedoch nicht empfehlenswert. Die PV-Anlage müsste so groß dimensioniert sein, dass sie selbst im dunklen Winter genug Sonnenstrom für den Haushalt erzeugt. Sie und der zugehörige Speicher würden dann aber so viel an Investitionskosten verlangen, dass eine Amortisation nicht mehr möglich wäre. Zudem wäre eine derartige Anlage für die Sommermonate völlig überdimensioniert. Ein Autarkiegrad von rund 75 % ist erstrebenswert: Sie investieren moderat, senken Ihre Stromkosten deutlich, bleiben aber mit dem Netz verbunden, das Ihnen Versorgungssicherheit bietet und überschüssigen Strom abnimmt.

  • Ja, die Kombination einer bestehenden Photovoltaikanlage mit einer neuen Wärmepumpe ist problemlos möglich und sinnvoll. Ihre vorhandene Anlage erzeugt weiterhin Solarstrom, den Sie nun auch für den Betrieb der Wärmepumpe nutzen. Prüfen Sie, ob Ihre bestehende Anlage ausreichend dimensioniert ist, um sowohl Ihren Haushaltsbedarf als auch den zusätzlichen Strombedarf der Wärmepumpe zu decken. Falls nicht, können Sie die Anlage erweitern. Bei Erweiterungen älterer Anlagen sind eventuell technische Anpassungen notwendig, insbesondere wenn Sie einen Stromspeicher nachrüsten. Ein EMS hilft Ihnen dabei, die Wärmepumpe bevorzugt dann zu betreiben, wenn Ihre Photovoltaikanlage Überschussstrom liefert. So maximieren Sie den Eigenverbrauch und die Wirtschaftlichkeit.

  • Ja, eine Wärmepumpe funktioniert selbstverständlich auch im Winter zuverlässig. Sie ist nicht abhängig vom Ertrag Ihrer Photovoltaikanlage, sondern bezieht bei Bedarf Strom aus dem öffentlichen Netz. Im Winter, wenn die Sonneneinstrahlung geringer und gleichzeitig der Heizbedarf hoch ist, sinkt die Menge des selbst erzeugten Solarstroms. Dennoch trägt Ihre Photovoltaikanlage auch in der kalten Jahreszeit zur Stromversorgung bei – an sonnigen Wintertagen liefert sie nennenswerte Erträge. Ein Stromspeicher hilft, auch diese geringeren Erträge optimal zu nutzen. Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik ist daher ganzjährig sinnvoll, auch wenn der Eigenverbrauchsanteil saisonal schwankt.

  • Die Kombination lohnt sich auch bei nicht optimaler Dachausrichtung, allerdings mit leichten Einschränkungen beim Ertrag. Ein nach Süden ausgerichtetes Dach mit etwa 30 Grad Neigung ist ideal und erzielt die höchsten Erträge. Doch auch Ost-Westdächer sind gut geeignet: Sie liefern zwar etwa 10 bis 15 % weniger Jahresertrag als ein Süddach, dafür verteilt sich die Stromerzeugung gleichmäßiger über den Tag. Das kann für den Eigenverbrauch sogar vorteilhaft sein, da morgens und abends, wenn der Haushaltsbedarf hoch ist, mehr Strom zur Verfügung steht. Selbst Norddächer können in Einzelfällen wirtschaftlich sein, wenn die Dachneigung flach ist. Ungünstig sind lediglich stark verschattete Dächer.

  • Ja, eine spätere Erweiterung Ihres Systems ist in den meisten Fällen problemlos möglich. Wenn Sie zunächst nur Wärmepumpe und Photovoltaik installieren und später eine Wallbox wie die Logavolt WLS11i P+ zum Laden eines Elektroautos hinzufügen möchten, können Sie dies tun. Moderne Energiemanagementsysteme sind modular aufgebaut und lassen sich um zusätzliche Verbraucher erweitern. Die Wallbox wird dann in die intelligente Steuerung eingebunden und lädt Ihr Fahrzeug bevorzugt dann, wenn Solarstrom verfügbar ist. Ebenso können Sie Ihre Photovoltaikanlage oder Ihren Stromspeicher später vergrößern, wenn Ihr Strombedarf steigt. Planen Sie bereits bei der Erstinstallation vorausschauend: Wählen Sie ein Energiemanagementsystem, das erweiterbar ist, und achten Sie darauf, dass Wechselrichter und Speicher noch Kapazität für Erweiterungen haben. Ihr Buderus Fachpartner berät Sie gerne zu zukunftssicheren Systemlösungen.

  • Bei einem Stromausfall im öffentlichen Netz schaltet sich eine Standard-Photovoltaikanlage aus Sicherheitsgründen automatisch ab. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben und verhindert, dass Strom ins Netz eingespeist wird, während Wartungsarbeiten stattfinden. Ihre Wärmepumpe und Ihr Haushalt werden dann nicht mehr mit Strom versorgt, auch wenn die Sonne scheint. Wenn Sie sich gegen Stromausfälle absichern möchten, können Sie eine Notstromfunktion oder eine Ersatzstromfunktion installieren lassen. Bei einer Ersatzstromfunktion trennt sich Ihr System bei einem Netzausfall automatisch vom öffentlichen Netz und versorgt ausgewählte Verbraucher weiter mit Strom aus Photovoltaikanlage und Speicher. Die Wärmepumpe und wichtige Haushaltsgeräte können weiterlaufen, solange der Speicher geladen ist und die Sonne scheint. Diese Funktion ist mit zusätzlichen Kosten verbunden, bietet aber ein hohes Maß an Versorgungssicherheit. Besprechen Sie mit Ihrem Fachpartner, ob diese Option für Sie sinnvoll ist.

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