Förderung von Wärmepumpen ausrechnen

 

 

Staatliche Förderung von Wärmepumpen

 

Eine Wärmepumpe senkt Ihre Heizkosten und ist umweltfreundlich im Betrieb, allerdings sind die Geräte recht teuer in der Anschaffung. Die Kosten müssen Sie jedoch nicht allein tragen. Nutzen Sie zum Beispiel die staatliche Förderung. Wie Wärmepumpen bezuschusst werden, erfahren Sie bei Buderus.

 

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Buderus Wärmepumpen

Kosten einer Wärmepumpe mit staatlicher Förderung senken

Dass es sinnvoll ist, die staatliche Förderung für Wärmepumpen zu nutzen, zeigen die Anschaffungs- und Installationskosten. Je nach Art des Gerätes kommt hier schnell eine beachtliche Summe zusammen. Luftwärmepumpen sind dabei günstiger, arbeiten jedoch weniger effizient, während Erd- oder Grundwasserwärmepumpen hohe Jahresarbeitszahlen erzielen, allerdings um einiges teurer sind.

 

 

 

Die Kosten verschiedener Wärmepumpen im Überblick

 

Kostenelement Luft-Luft-Wärmepumpe Luft-Wasser-Wärmepumpe Erdwärmepumpe mit Erdkollektor Erdwärmepumpe mit Erdsonde Wasser-Wasser-Wärmepumpe
Anschaffungspreis 10.000 – 12.000 Euro 10.000 – 23.000 Euro 12.000 – 15.000 Euro 12.000 – 15.000 Euro 12.000 – 20.000 Euro
Installationskosten ca. 3.000 Euro ca. 3.000 Euro 2.000 – 5.000 Euro 3.500 – 10.000 Euro 1.000 – 10.000 Euro
Betriebskosten 1.200 Euro/Jahr 1.000 Euro/Jahr 850 Euro/Jahr 750 Euro/Jahr 650 Euro/Jahr
Wartungskosten 150 – 200 Euro/Jahr 150 – 200 Euro/Jahr 150 Euro/Jahr 150 Euro/Jahr 150 Euro/Jahr
Förderung Indirekte Förderung möglich 35 % der förderfähigen Kosten, 45 % bei Austausch einer bestehenden Ölheizung 35 % der förderfähigen Kosten, 45 % bei Austausch einer bestehenden Ölheizung 35 % der förderfähigen Kosten, 45 % bei Austausch einer bestehenden Ölheizung 35 % der förderfähigen Kosten, 45 % bei Austausch einer bestehenden Ölheizung

 

 

 

Frau mit Tablet vor Wärmepumpe

Schnell erklärt: So arbeitet eine Wärmepumpe

Wärmepumpen nutzen die Umgebungsluft, die Erdwärme oder das Grundwasser zum Bereitstellen der Wärme. Sie entziehen dabei der damit verbundenen Wärmequelle thermische Energie. Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen beispielsweise geschieht dies durch einen Kältemittelkreislauf, wobei das Kältemittel verdampft. Anschließend komprimiert ein Verdichter den Dampf und erhöht seine Temperatur noch weiter. In einem nachgeschalteten Wärmetauscher gibt er die Wärme schließlich an das zu beheizende System ab, wird über ein Ventil entspannt und verflüssigt sich wieder, und der Kreislauf beginnt von vorn.

Wärmepumpen benötigen keine fossilen Brennstoffe, sondern nur Elektrizität. Besonders günstig wird der Betrieb über einen speziellen Wärmepumpenstromtarif, der in der Regel bis zu 25 Prozent preiswerter ist als Hausstrom. Die Geräte lassen sich außerdem mit hauseigenen Photovoltaikanlagen kombinieren. Je nach Effizienz decken sie 20 bis 50 Prozent des Strombedarfs.

Luftwärmepumpen lassen sich überall problemlos nutzen, die Installation ist ortsunabhängig und unkompliziert. Bei einer Erdwärmepumpe mit Flachkollektoren sollte genug ungenutzte Fläche auf dem eigenen Grundstück vorhanden sein – als Richtwert gelten das Anderthalbfache des zu beheizenden Raums. Wärmepumpen mit Erd- oder Grundwassersonden benötigen eine Tiefenbohrung und sind daher genehmigungspflichtig.

 

 

 

Welche Förderungsmöglichkeiten und Zuschüsse bietet der Staat beim Kauf einer Wärmepumpe?

 

Um die Nutzung der Erneuerbaren Energien voranzutreiben, bietet der Staat umfangreiche Förderungen für Wärmepumpen über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). In der nachfolgenden Tabelle veranschaulicht Ihnen Buderus, welche Möglichkeiten bestehen und welche Kosten anteilig bei Anschaffung oder Austausch bezuschusst werden.

 

System Förderquote Beispiel Gesamtkosten Beispiel Zuschuss* Hinweise
Luft-Wasser-Wärmepumpe 35 % / 45 % 23.000 € 8.050 € / 10.350 €
  • Wärmepumpe: förderfähig
  • inklusive 10 % Öl-Austauschprämie
  • Systemtemperaturen beachten
  • auch Modernisierung von Heizflächen förderfähig
Erdwärmepumpe 35 % / 45 % 29.000 € 10.150 € / 13.150 €
  • Wärmepumpe: förderfähig
  • inklusive 10 % Öl-Austauschprämie
  • Erdbohrung auch gefördert
  • Systemtemperaturen beachten
  • auch Modernisierung Heizflächen förderfähig
Wasser-Wasser-Wärmepumpe 35 % / 45 %    
  • Wärmepumpe: förderfähig
  • inklusive 10 % Öl-Austauschprämie
  • Grundwasserbohrung auch gefördert
  • Systemtemperaturen beachten
  • auch Modernisierung von Heizflächen

 

 

*Die Zuschussbeträge basieren auf beispielhaften Berechnungen und werden im Einzelfall abweichen

 

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Familie schaut auf ein Tablet

Welche Voraussetzungen gibt es für die Wärmepumpen-Förderung?

Um die BAFA-Förderung für eine Wärmepumpe in Anspruch zu nehmen, müssen verschiedene allgemeine Voraussetzungen erfüllt sein. So fallen nur Geräte unter die Förderung, die zur Raumheizung – entweder allein oder in Kombination mit der Warmwasserbereitung – dienen oder aber zur Bereitstellung von Wärme für Wärmenetze zum Einsatz kommen. Wärmepumpen, die nur für Warmwasser zum Einsatz kommen, erhalten keinen Zuschuss. Zudem sind auch der Einbau eines Wärmemengenzählers, die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs der Heizanlage und eine Anpassung der Heizkurve verpflichtend. Bei Wärmepumpen, die eine Tiefenbohrung benötigen, müssen Sie zusätzlich eine nach DVGW zertifizierte Bohrfirma wählen und eine verschuldensunabhängige Versicherung gegen unvorhergesehene Sachschäden abschließen.

Um als förderfähig eingestuft zu werden, müssen Wärmepumpen eine bestimmte Effizienz aufweisen. Die Förderung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im Gebäudebestand wird nur genehmigt, wenn sie eine Jahresarbeitszahl von 3,5 bietet. Die Förderung von Erdwärmepumpen und Grundwasserwärmepumpen ist erst bei einer JAZ von 3,8 in Wohngebäuden und 4,0 in Nicht-Wohngebäuden möglich. Im Neubau ist die Auflage noch höher: Einen Zuschuss erhalten Wärmepumpen hier erst ab einer JAZ von 4,5. Luftwärmepumpen, die die Wärmeenergie der Abluft nutzen, erhalten keine Förderung. Auch Brauchwasser-Wärmepumpen sind nach den BAFA-Kriterien nicht förderfähig. Diese beiden Gerätetypen lassen sich jedoch indirekt über KfW-Kredite fördern.

Die Erfüllung aller Voraussetzungen muss nachgewiesen werden, um einen Zuschuss zu erhalten. Beim Austausch einer alten Heizanlage gegen eine Wärmepumpe, etwa eine Ölheizung zur Steigerung der Förderung um 10 %, muss diese mindestens zwei Jahre alt sein. Ersetzen Sie eine ältere Wärmepumpe gegen eine neue, die bereits eine Förderung in Anspruch genommen hat, so muss das alte Modell eine Laufzeit von mindestens sieben Jahren aufweisen. Ansonsten sind Sie dazu verpflichtet, den ersten Zuschuss anteilig zurückzuzahlen.

 

 

Wie kann ich die BAFA-Förderung der Wärmepumpe beantragen?

 

Den Antrag auf eine BAFA-Förderung für Ihre Wärmepumpe können Sie auf der Internetseite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle über ein elektronisches Formular stellen. Dies müssen Sie allerdings vor dem Beginn Ihres Vorhabens, also dem Abschluss eines Lieferungs- und/oder Leistungsvertrages das Gerät betreffend erledigen. Erst, wenn die Antragstellung erfolgt ist, können Sie mit den geplanten Maßnahmen beginnen beziehungsweise die beauftragten Firmen damit beginnen lassen.

Für die Beantragung der Förderung benötigen Sie außerdem bestimmte Dokumente: etwa die Kostenvoranschläge für den Erwerb sowie alle nötigen Installationsmaßnahmen sowie die Rechnungsunterlagen des Wärmeerzeugers und eine Fachunternehmererklärung zum Verwendungsnachweis, damit Ihre Fördersumme berechnet werden kann. Bei Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Sondenbohrung müssen außerdem die Bohrgenehmigung und die Unterlagen zur Versicherung vorliegen.

 

 

 

Mann steht vor Fenster mit einem Tablet

Kostenerstattung

Die Höhe der BAFA-Förderung für Ihre Wärmepumpe beläuft sich auf 35 % der förderfähigen Kosten, bei Austausch einer alten Ölheizung sogar auf 45 %, und kann daher je nach finanziellem Aufwand unterschiedlich ausfallen. Eine preisliche Obergrenze existiert hierbei nicht. Gefördert werden sowohl die Anschaffung als auch die Installation des Gerätes. Bei Sole-Wasser-Wärmepumpen, die Erdwärme oder Grundwasser als Wärmequelle nutzen, schließt dies auch die recht kostspielige Bohrung mit ein. Für die Bewilligung der Förderung müssen alle Voraussetzungen erfüllt sein, also förderfähiger Gerätetyp, nötige Mindest-Jahresarbeitszahl, eventuell benötigte Versicherung und Nachweis aller Voraussetzungen. Ihr Zuschuss kann erst nach dem Einreichen des Verwendungsnachweises ausgezahlt werden. Je nach allgemeinem Antragsaufkommen kann die Bearbeitung Ihres Antrags einige Zeit in Anspruch nehmen. In der Regel erhalten Sie Ihre Fördermittel in sechs bis acht Wochen.

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Welche Alternativen gibt es zur Förderung?

 

Neben der BAFA-Förderung werden Wärmepumpen auch noch anders bezuschusst. Als Alternative existieren zum Beispiel Ergänzungskredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über das Programm 167 „Energieeffizient sanieren“. Diese sind mit den BAFA-Maßnahmen kumulierbar und unterstützen Hausbesitzer, die ihre Wärmepumpe nicht in bar zahlen können. Es werden 50.000 Euro pro Wohneinheit ausgezahlt, die die Kreditnehmer in vier bis zehn Jahren zurückzahlen. Die Zinsbindung erfolgt über den kompletten Zeitraum.

Zusätzlich zu den staatlichen Fördermaßnahmen unterstützen auch die einzelnen Bundesländer ihre Einwohner beim Erwerb einer Wärmepumpe finanziell mit zinsgünstigen Darlehen und Zuschüssen. Die Summe kann hierbei jedoch von Bundesland zu Bundesland variieren.

 

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Die häufigsten Fragen zur Wärmepumpen-Förderung

Wann ist der richtige Zeitpunkt zur Beantragung der Förderung?

Die Beantragung auf Förderung für Ihre Wärmepumpe muss bei einem Neubau zwischen dem Einholen der Kostenvoranschläge für die Arbeiten und der Unterzeichnung der Verträge erfolgen. Eine Antragstellung nach Arbeitsbeginn ist nicht mehr möglich. In Bestandsgebäuden kann die Basisförderung jedoch beim Austausch einer alten Heizanlage auch noch bis zu neun Monate nach Inbetriebnahme der neuen Wärmepumpe beantragt werden. Dies gilt allerdings nur für Privatpersonen, nicht für Freiberufler oder Unternehmen.

 

Gibt es neben der Förderung auch Steuerermäßigungen?

Als energetische Sanierungsmaßnahme werden Wärmepumpen seit 2020 auch steuerlich gefördert. So können Sie 20 Prozent der Kosten für Handwerker sowie energetische Baubegleitung und Fachplanung, bis zu maximal 40.000 Euro über drei Jahre, von der Steuer absetzen. Hierfür benötigen Sie lediglich Musterformulare für die energetische Sanierung, die Sie im Zuge der Einkommensteuer einreichen. Die Regelung gilt bislang bis 2030. Die Ermäßigung wird nur einmal pro Wohnobjekt gewährt – unabhängig von der Eigentümeranzahl – und darf außerdem nur in Anspruch genommen werden, wenn das Gebäude keine ganz oder teilweise steuerpflichtigen Einkünfte erzielt.

 

Wie lange ist die Förderung gültig?

Ist Ihre Förderung bewilligt, so erhalten Sie einen sogenannten Zuwendungsbescheid. Ab dann müssen Sie Ihre Wärmepumpe spätestens in zwölf Monaten in Betrieb nehmen. Ist es Ihnen nicht möglich, die Maßnahme in diesem Zeitraum umzusetzen, müssen Sie vor Ablauf der Frist einen Antrag auf Verlängerung bei der BAFA stellen, oder die Förderung läuft aus.

Zusätzlich sind Sie dazu verpflichtet, einen Verwendungsnachweis für Ihre Wärmepumpe anzugeben, damit Ihre Förderung ausgezahlt wird. Hierzu existieren elektronische Formulare auf der Internetseite der BAFA. Die Einreichung muss hierbei bis spätestens sechs Monate nach Ablauf des Bewilligungszeitraums erfolgen.

 

Werden Wärmepumpen in Verbindung mit hauseigener Photovoltaik zusätzlich gefördert?

Eine zusätzliche Förderung für Wärmepumpen, die Photovoltaik zur Bereitstellung der erforderlichen Energie nutzen, existiert nicht. Allerdings können Sie bei der Installation von Solarmodulen zur Stromerzeugung separate staatliche Förderungen nutzen.

 

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