Sonnenuntergang über einen See

Alle Informationen zum Klimapaket, Heizsysteme und Umweltschutz.

Buderus informiert Sie vollumfänglich über das Klimapaket mit dem Schwerpunkt Heizsysteme. Erhalten Sie immer aktuelle Informationen auf dieser Internetseite. Zusätzlich bieten wir Ihnen einen detaillierten Überblick über Tipps und Tricks zu Energiesparmaßnahmen, den unterschiedlichen Arten der Energiequellen sowie zum Umweltschutz generell.

Klimapaket: Heizung, Haus und Wohnen.

Einfamilienhaus

Ölheizung, Gasheizung und regenerative Energien ‐ wir informieren über alle Veränderungen.

Die Bundesregierung hat das Klimapaket in 2019 erarbeitet und mittlerweile haben sowohl Bundestag und Bundesrat den entsprechenden Gesetzen zugestimmt. Zentraler Baustein für die Umsetzung des Klimapaketes ist das Klimaschutzgesetz (KSG).

Wir informieren Sie über das Klimapaket und geben Ihnen eine erste Orientierung für Haus und Heizung.

Stand: 01/2020.

Ziele des Klimapakets.

Das oberste Ziel ist die Klimaneutralität bis 2050 mit der Begrenzung der globalen Erderwärmung auf 1,5 °C bis 2 °C gegenüber dem vorindustriellen Zeitraum. Deutschland hat dabei als Zwischenziel, den Treibhausgasausstoß bis 2030 um 55 Prozent zu reduzieren.
 

Gebäude als wesentlicher Hebel im Klimapaket.

In der EU verursacht der Gebäudesektor etwa 36% der CO2 Emissionen, wovon der größte Teil auf Raumwärme und Warmwasserbereitung entfällt. Um im Jahr 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudesektor erreichen zu können, müssen bereits jetzt die hierfür erforderlichen Weichen gestellt werden. Es ist insbesondere erforderlich, den Energiebedarf der Gebäude zu reduzieren und die eingesetzten Energieträger von fossilen Energiequellen unabhängig zu machen.
 

Klimapaket Heizung.

Das Erzeugen der Energie für Heizen und Warmwasser in Wohngebäuden verursacht einen erheblichen Anteil an den deutschlandweiten CO2‐Emissionen. Der Anteil von erneuerbaren Energien an der Wärmeenergie-Bereitstellung ist dabei aktuell noch gering. Da bis 2030 der CO2‐Ausstoß zur Zielerreichung noch erheblich sinken muss, besteht großer Modernisierungsbedarf. Aus diesen Gründen ist die Gebäudeheizung ein wichtiger Teil des Klimapakets.

Diese Veränderungen kommen auf Mieter und Hausbesitzer zu.

Ehepaar steht im Garten

Hausbesitzer müssen nicht befürchten, sofortige Maßnahmen wie einen Heizungstausch, bessere Fenster‐ oder gar Hausdämmung umsetzen zu müssen.

Aber über den Zeitverlauf werden die Preise für fossile Brennstoffe auch durch die neue CO2‐ Bepreisung teurer. Demnach sollten effiziente Heizungen auch im Hinblick auf die langfristige Kosteneinsparung so früh wie möglich in Betracht gezogen werden. Dabei unterstützt die Regierung die Investition in Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien wie bei Wärmepumpen oder auch den beliebten Gas-Brennwert-Solar-Kombinationen.

Hoher CO2‐Ausstoß verteuert fossile Energie.

Sicht aus dem Weltall auf die Erde

Eine Kernidee des Klimapakets ist der CO2‐Preis. Die Bepreisung von klimaschädlichen Emissionen soll den ineffizienten Umgang mit Energie unwirtschaftlich machen und Anreize für sinnvolle Investition in energieeffiziente Maßnahmen setzen.

Neben Diesel und Benzin betrifft der CO2‐Preis auch Erdgas und Heizöl. So verteuert das Klimapaket Heizsysteme auf Basis fossiler Energieträger. Mit Beginn der Wirksamkeit des CO2‐Preises 2021 beträgt der Preisanstieg bei Heizöl 7 Cent pro Liter.

Die Mehrkosten gelangen über verschiedene Entlastungen zum Beispiel bei den Stromkosten und der EEG‐Umlage teilweise direkt an die Bürger zurück. Doch ineffizientes Verhalten steigt damit zunehmend im Preis. Im Gegenzug kann, wer besonders wenig Energie verbraucht, im Extremfall sogar profitieren.

Wie beeinflusst das Klimapaket die Heizung mit Öl und Gas?

Unter den fossilen Energieträgern wird vor allem Heizöl zunehmend weniger attraktiv. Derzeit laufen in Deutschland noch über 70 Prozent der Heizungsanlagen auf Basis von Gas und Öl. Allerdings müssen sich Besitzer einer Gas‐ oder Öl‐Brennwertheizung keine direkten Sorgen machen. Die bestehenden Regelungen zur Austauschpflicht in der Energieeinsparverordnung EnEV verschärft das Klimapaket nicht.

Um den Umstieg auf erneuerbare Energie zu forcieren, fördert der Staat schon ab 2020 die Heizungssanierung mit reinem Gas‐ oder Öl‐Brennwertkessel nicht mehr. Ab 2026 gilt an den meisten Standorten ein Einbauverbot für neue Ölheizungen. Genehmigt sind danach nur noch effiziente Hybridlösungen in Verbindung mit regenerativen Energien. Hier bietet sich vor allem die Kombination mit Solarthermie an, die auch heute schon in den meisten Fällen ökologisch und finanziell sehr empfehlenswert ist.
 

Klimapaket: Die Ölheizung vor dem Aus?

Im Raum steht ein Verbot von Ölheizungen ohne regenerative Systemkomponenten ab 2026. In Gebäuden, in denen eine klimafreundlichere Wärmeerzeugung möglich ist, wird der Einbau nicht mehr gestattet sein – Öl-Hybridsysteme, d. h. in Kombination mit regenerativen Energien, sind aber auch nach 2026 weiterhin einsetzbar.

Ein spezielles Angebot macht das Klimapaket beim Umstieg von veralteten Ölkesseln auf alternative, klimafreundliche Heizungen. Beim Umstieg von einer Ölheizung auf erneuerbare Energie unterstützt die neue Förderung die Heizungssanierung durch eine 10‐prozentige Austauschprämie: Wer wechselt, kann also mit bis zu 45 Prozent Förderung rechnen.
 

Erhöhte Förderung für erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

Ausgebaut und intensiviert wird vor allem die Förderung für erneuerbare Heiztechniken und die energetische Sanierung. Im Altbestand muss der Primärenergiebedarf von Gebäuden stark sinken. Das ist eine zentrale Voraussetzung, um das Sektorziel zu erreichen.

Vor allem das Heizen mit erneuerbaren Energien wird ordentlich gefördert. Bei der Installation von Pelletheizungen, Solarenergie oder besonders von Wärmepumpen profitieren Hausbesitzer also von höheren Fördersummen. Das Klimapaket unterstützt daneben auch Heizsystemlösungen mit Gas‐Brennwertgeräten in Verbindung mit Solarwärme.

Zusätzliche Impulse für Wärmepumpen können über den Strompreis kommen. Wenn der Strompreis indirekt durch die CO2-Bepreisung sinkt, wirkt sich das stark auf die Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen aus. Die Verteuerung fossiler Brennstoffe durch den CO2‐Preis verbessert so zusätzlich die finanzielle Amortisierung von Heizsystemen mit Wärmepumpen.
 

Art der Heizungsanlage

Gebäudebestand

Neubau

Fördersatz1

Fördersatz mit
Austauschprämie Ölheizung1

Fördersatz1

Biomasseanlage oder Wärmepumpenanlage

35%

45%

35%

Solarkolletoranlage2

30%

 

30%

Erneuerbare Energien Hydbridheizung (EE-Hybride)3

35%

45%

35%

Gas-Hybridheizung

mit erneuerbarer Wärmeerzeugung

30%5

40%5

 

mit späterer Einbindung der erneuerbaren
Wärmeerzeugung (Renewable Ready)4

20%6

 

 

Quelle: BAFA

Es gelten die Bestimmungen der Richtlinien vom 31.12.2019. Anträge können ab 02.01.2020 ausschließlich über das elektronische Antragsformular gestellt werden. Die Antragstellung muss vor Beginn der Maßnahme erfolgen.

¹ Die Fördersätze beziehen sich auf die förderfähigen Kosten für die beantragte Maßnahme
² Da eine Solarkollektoranlage nie allein die gesamte Heizlast eines Gebäudes tragen kann, wird hier keine Austauschprämie gewährt.
3 Kombination einer Biomasse-, Wärmepumpen- und/oder Solarkollektoranlage
4 Renewable Ready: Installiert wird eine Gasbrennwertheizung mit Speicher und Steuerungs- und Regelungstechnik für die spätere Einbindung eines erneuerbaren Wärmeerzeugers.
5 Gilt für die gesamte förderfähige Anlage, inkl. erneuerbarer Wärmeerzeuger.
6 Gilt für die gesamte förderfähige Anlage, ohne den später zu errichtenden erneuerbaren Wärmeerzeuger.

 

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Häufig gestellte Fragen zum Klimapaket

Erfahren Sie mehr über das Klimapaket und lesen Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Thema Klimaschutzprogramm 2030.

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