Zuletzt geändert am: 07.09.2026
Die Sonnenstrahlung ist eine unerschöpfliche, saubere Energiequelle. Aus ökologischen Gründen spricht alles dafür, diese Energie bestmöglich zu nutzen. Aber auch finanziell wird es immer reizvoller, mit Solarmodulen und thermischen Solarkollektoren das Haushaltsbudget zu entlasten.
Mit Solarkollektoren von Buderus gewinnen Sie selbst im Winter und bei bedecktem Himmel umweltfreundliche Heizenergie. Und mit den leistungsfähigen Photovoltaikmodulen produzieren Sie Ihren eigenen elektrischen Strom, sodass Sie über Jahrzehnte unabhängiger von den steigenden Energiepreisen werden. Erfahren Sie hier mehr über die Technik unter der eleganten Haube von thermischen Solarkollektoren und Photovoltaikmodulen.
1. Solarthermie: Was sind thermische Solarkollektoren und wie funktionieren sie?
Thermische Solarkollektoren wandeln Sonnenstrahlung direkt in nutzbare Wärme um. Anders als Photovoltaikmodule, die elektrischen Strom erzeugen, erhitzen Solarkollektoren eine Wärmeträgerflüssigkeit, die ihre Energie an einen Warmwasserspeicher oder Pufferspeicher abgibt. Diese Wärme können Sie dann für die Warmwasserbereitung nutzen oder zur Unterstützung Ihrer Heizung einsetzen.
Der große Vorteil: Solarthermie funktioniert auch bei bedecktem Himmel und selbst im Winter. Moderne Kollektoren nutzen diffuses Licht effizient und liefern ganzjährig einen wertvollen Beitrag zu Ihrer Wärmeversorgung. In den Sommermonaten kann eine gut dimensionierte Solarthermie-Anlage Ihren Warmwasserbedarf vollständig decken, sodass Ihre Heizung in dieser Zeit komplett ausgeschaltet bleiben kann.
Aufbau und Funktionsweise thermischer Solarkollektoren.
Das Herzstück eines jeden Solarkollektors ist der Absorber – eine speziell beschichtete Fläche, die Sonnenstrahlung aufnimmt und in Wärme umwandelt. Die Beschichtung ist so optimiert, dass sie möglichst viel Licht absorbiert, aber nur wenig Wärme nach außen abstrahlt. Durch den Absorber fließt eine Wärmeträgerflüssigkeit. Das ist ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel, das die Wärme aufnimmt.
Diese erwärmte Flüssigkeit zirkuliert in einem geschlossenen Kreislauf – dem Solarkreislauf – zwischen Kollektor und Speicher. Im Speicher gibt sie ihre Wärme über einen Wärmetauscher an das Trinkwasser oder Heizungswasser ab und fließt abgekühlt zurück zum Kollektor, wo der Kreislauf von neuem beginnt. Eine Solarregelung steuert die Umwälzpumpe so, dass die Wärme nur dann zum Speicher transportiert wird, wenn der Kollektor wärmer ist als der Speicher.
Um Wärmeverluste zu minimieren, sind Solarkollektoren mit einer transparenten Abdeckung aus gehärtetem Glas versehen, die Sonnenlicht durchlässt, aber die Wärme im Inneren hält. Das Gehäuse ist rundum gedämmt, sodass die erzeugte Wärme effizient genutzt wird und nicht an die Umgebung verloren geht.
Arten von Solarkollektoren.
Flachkollektoren sind die am weitesten verbreitete Bauform. Sie bestehen aus einem flachen, rechteckigen Gehäuse, in dem der Absorber liegt. Buderus bietet mit der Logasol SKN4.0-Serie und der Logasol SKT1.0 bewährte Flachkollektoren an, die sich durch ihr vorteilhaftes Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnen. Das Gehäuse aus Fiberglas erleichtert den Transport aufs Dach erheblich. Wenn Ihr Dach eine günstige Südausrichtung und eine Neigung zwischen 30 und 50 Grad aufweist, genügen Flachkollektoren nicht nur für die Warmwasserbereitung, sondern auch die Heizungsunterstützung.
Röhrenkollektoren, auch Vakuumröhrenkollektoren genannt, setzen auf eine andere Technologie: Jeder Absorber ist in einer Glasröhre untergebracht, in der ein Vakuum herrscht. Dieses Vakuum wirkt wie eine Thermoskanne und reduziert Wärmeverluste noch weiter. Dadurch erreichen Röhrenkollektoren auch bei diffusem Licht, ungünstiger Witterung und niedrigen Außentemperaturen hohe Wirkungsgrade. Die Buderus Logasol SKR10 nutzt diese Technologie und eignet sich besonders für Heizungsunterstützung, für Dächer mit ungünstiger Ausrichtung oder wenn Sie auf begrenzter Fläche möglichst viel Wärmeertrag erzielen möchten.
Welcher Kollektortyp für Sie der richtige ist, hängt von mehreren Faktoren ab:
| Kriterium | Flachkollektoren | Röhrenkollektoren |
|---|---|---|
| Wirkungsgrad | 60–80 % | 70–90 % |
| Leistung bei diffusem Licht | mittel | hoch |
| Leistung im Winter | gut | sehr gut |
| Anschaffungskosten | günstiger (ca. 300–500 €/m²) | teurer (ca. 600–900 €/m²) |
| Platzbedarf | höher | geringer (durch höheren Wirkungsgrad) |
| Gewicht | leicht bis mittel | sehr leicht |
| Typische Einsatzgebiete | Warmwasser, Heizungsunterstützung bei guter Dachausrichtung | Heizungsunterstützung, ungünstige Dachausrichtung, höherer Wärmebedarf |
| Buderus-Modelle | Logasol SKN4.0, SKT1.0 | Logasol SKR10 |
Leistung und Dimensionierung.
Die richtige Größe Ihrer Solarthermie-Anlage ist entscheidend für Wirtschaftlichkeit und Nutzen. Eine zu kleine Anlage schöpft das Einsparpotenzial nicht aus, eine überdimensionierte Anlage verursacht unnötige Kosten und kann im Sommer zu Überhitzung führen.
Grundsätzlich gilt: Für die reine Warmwasserbereitung rechnen Sie bei Flachkollektoren mit etwa 1 bis 1,5 m² Kollektorfläche pro Person im Haushalt. Möchten Sie zusätzlich Ihre Heizung unterstützen, verdoppelt bis verdreifacht sich der Flächenbedarf. Röhrenkollektoren benötigen aufgrund ihres höheren Wirkungsgrads etwa 20 bis 30 Prozent weniger Fläche.
Die folgende Übersicht gibt Ihnen konkrete Richtwerte für die Dimensionierung:
| Anwendung | Haushaltsgröße | Benötigte Kollektorfläche (Flachkollektoren) | Benötigte Kollektorfläche (Röhrenkollektoren) | Speichervolumen |
|---|---|---|---|---|
| Nur Warmwasser | 1–2 Personen | 3–4 m² | 2–3 m² | 200–300 Liter |
| Nur Warmwasser | 3–4 Personen | 5–6 m² | 4–5 m² | 300–400 Liter |
| Nur Warmwasser | 5–6 Personen | 7–9 m² | 5–7 m² | 400–500 Liter |
| Warmwasser + Heizungsunterstützung | 3–4 Personen | 10–15 m² | 8–12 m² | 800–1 .000 Liter |
| Warmwasser + Heizungsunterstützung | 5–6 Personen | 15–20 m² | 12–16 m² | 1.000–1.500 Liter |
Wichtig ist auch die realistische Einschätzung der solaren Deckungsrate: Eine Solarthermie-Anlage für Warmwasser deckt im Jahresdurchschnitt etwa 50 bis 65 Prozent des Bedarfs. Im Sommer liegt die Deckung bei nahezu 100 Prozent, im Winter sinkt sie auf 20 bis 30 Prozent. Bei Heizungsunterstützung können Sie mit einer zusätzlichen Deckung von 20 bis 30 Prozent Ihres Heizwärmebedarfs rechnen. Eine vollständige Deckung ist weder technisch sinnvoll noch wirtschaftlich, da Sie dafür im Sommer eine enorme Überkapazität vorhalten müssten.
Integration in bestehende Heizsysteme
Solarthermie lässt sich hervorragend mit nahezu jedem Heizsystem kombinieren, ob Wärmepumpe , Ölheizung , Pelletheizung , Kaminöfen mit Wassertasche oder anderen Holzheizungen . Die Anlage arbeitet immer als Ergänzung zu Ihrer bestehenden Heizung und übernimmt die Wärmeversorgung, wann immer die Sonne ausreichend Energie liefert.
Tipp: In unserem Ratgeber erfahren Sie mehr über die Vorteile und Kombinationsmöglichkeiten von Solarenergie und Wärmepumpen .
Besonders bewährt hat sich die Kombination mit Gas-Brennwertheizungen . In den Sommermonaten übernimmt die Solarthermie die komplette Warmwasserbereitung, sodass der Gaskessel ausgeschaltet bleiben kann. Das spart nicht nur Brennstoff, sondern verlängert auch die Lebensdauer der Heizung, da sie weniger Brennerstarts durchlaufen muss. In der Übergangszeit im Frühjahr und Herbst unterstützt die Solaranlage zusätzlich die Heizung und reduziert die Laufzeit des Gaskessels spürbar.
Buderus bietet für alle diese Kombinationen aufeinander abgestimmte Systemlösungen an. Die Regelungstechnik sorgt dafür, dass die verschiedenen Wärmeerzeuger optimal zusammenarbeiten und immer die günstigste und effizienteste Wärmequelle genutzt wird.
Unsere Buderus Partner vor Ort beraten Sie gern unverbindlich zur optimalen Lösung für Ihren Haushalt.
Montage und Installation.
Solarkollektoren können auf unterschiedliche Weise montiert werden: Bei der Aufdachmontage werden die Kollektoren auf die bestehende Dacheindeckung aufgesetzt – die gängigste und kostengünstigste Variante. Die Indachmontage integriert die Kollektoren in die Dachfläche und ersetzt die Dachziegel, was optisch besonders ansprechend ist. Auch die Fassadenmontage ist möglich, etwa an Südfassaden, oder auf Flachdächern mit Aufständerung.
Buderus Solarkollektoren sind mit einer speziellen Schnellverbindungstechnik ausgestattet, die eine werkzeugfreie Montage ermöglicht. Das leichte Fiberglas-Gehäuse der Flachkollektoren erleichtert den Transport aufs Dach erheblich. Für die Aufdachmontage auf Pfannen- oder Ziegeldächern ist nur ein einziges Werkzeug erforderlich, was die Installation beschleunigt und die Montagekosten senkt.
Wirtschaftlichkeit und Einsparpotenzial.
Solarthermie rechnet sich über die Lebensdauer der Anlage, die bei mindestens 30 Jahren liegt. Die Wirtschaftlichkeit hängt von mehreren Faktoren ab: den Investitionskosten, den eingesparten Brennstoffkosten, der Preisentwicklung bei Öl und Gas sowie möglichen Fördermitteln.
Die folgende Tabelle zeigt typische Werte für Ein- bis Zweifamilienhäuser:
| Kriterium | Nur Warmwasser | Warmwasser + Heizungsunterstützung |
|---|---|---|
| Solare Deckungsrate Warmwasser | 50–65 % im Jahresdurchschnitt | 50–65 % im Jahresdurchschnitt |
| Solare Deckungsrate Heizung | – | 20–30 % im Jahresdurchschnitt |
| Typische Einsparung pro Jahr (Gas/Öl) | 200–400 € | 400–700 € |
| Investitionskosten (inkl. Installation) | 4.000–6.000 € | 8.000–12.000 € |
| Amortisationszeit | 10–15 Jahre | 12–18 Jahre |
| CO2-Einsparung pro Jahr | ca. 0,5–1 Tonne | ca. 1–2 Tonnen |
Staatliche Förderung für Solarthermie
Solarthermie-Anlagen werden im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) staatlich gefördert. Die Fördersätze sind attraktiv und können durch verschiedene Boni erhöht werden. Alle aktuellen Informationen zu Förderhöhen, Voraussetzungen und zur Antragstellung finden Sie auf unserer Informationsseite zum BEG .
2. PV-Strom aus Solarmodulen: Hohe Ersparnis durch Eigenverbrauch.
Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Anders als Solarthermie, die Wärme erzeugt, produzieren Photovoltaikmodule nutzbaren Strom für Ihren Haushalt, Ihre Wärmepumpe, Ihre Wallbox und alle anderen elektrischen Verbraucher. Das Besondere: Der Strom entsteht völlig geräuschlos, ohne bewegliche Teile und ohne Emissionen – eine der saubersten Formen der Energieerzeugung überhaupt.
Eine Photovoltaikanlage besteht aus mehreren Komponenten:
- Die Solarmodule auf dem Dach fangen das Sonnenlicht ein und erzeugen Gleichstrom.
- Der Wechselrichter wandelt diesen in Wechselstrom um, den Ihre Haushaltsgeräte benötigen.
- Das Montagesystem hält die Module sicher auf dem Dach.
- Intelligente Steuerungstechnik sorgt dafür, dass der erzeugte Strom optimal genutzt wird.
Eigenverbrauch ist heute entscheidend.
In den vergangenen Jahren hat sich die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik grundlegend verändert: Während früher die Einspeisung ins öffentliche Netz im Vordergrund stand, ist heute der Eigenverbrauch der Schlüssel zur Rentabilität. Der selbst erzeugte Strom kostet Sie nur etwa 8 bis 12 Cent pro Kilowattstunde an Stromgestehungskosten, während Sie für Netzstrom rund 30 bis 35 Cent zahlen. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart Ihnen also etwa 20 bis 25 Cent – deutlich mehr, als Sie durch Einspeisung erhalten würden (aktuell unter 8 Cent pro kWh).
Aufbau und Funktionsweise: Von der Solarzelle zum fertigen System.
Das Herzstück jeder Photovoltaikanlage ist die Solarzelle. Solarzellen bestehen aus Silizium, einem Halbleiter, der zwei entscheidende Eigenschaften vereint: Er besitzt die nötigen elektrischen Charakteristika für einen kontinuierlichen Stromfluss und ist als zweithäufigstes Element der Erdkruste reichlich verfügbar, was eine wirtschaftliche Herstellung ermöglicht.
Für die Stromerzeugung wird das Silizium in zwei unterschiedlich geladene Schichten aufgeteilt.
- Die negativ dotierte n-Schicht entsteht durch Zugabe von Phosphor-Atomen und weist einen Elektronenüberschuss auf.
- Die positiv dotierte p-Schicht wird mit Bor-Atomen versetzt und hat einen Elektronenmangel.
Wenn diese beiden Schichten aufeinandertreffen, entsteht an der Grenzfläche ein elektrisches Feld mit beweglichen Elektronen – die Grundvoraussetzung für die Stromerzeugung.
Sobald Sonnenlicht auf die Solarzelle trifft, setzt die Energie der Photonen die Elektronen in Bewegung. Sie wandern in Richtung der positiv geladenen Schicht, und es entsteht ein elektrischer Strom, der über Metallkontakte abgeleitet wird. Dieser Gleichstrom fließt zunächst zum Wechselrichter, der ihn in den für Haushaltsgeräte benötigten Wechselstrom umwandelt.
Für den praktischen Einsatz wird die Solarzelle mit einem Trägermaterial in einen stabilen Metallrahmen eingebettet und mit einer Glasscheibe abgedeckt. Das Glas ist entspiegelt, um möglichst viel Licht durchzulassen und Reflexionsverluste zu minimieren. Mehrere Solarzellen werden zu einem Modul verschaltet, und mehrere Module bilden zusammen die Photovoltaikanlage auf Ihrem Dach.
Arten von PV-Modulen: Welche Technologie passt zu Ihnen?
Auf dem Markt haben sich drei Modultypen etabliert, die jeweils unterschiedliche Stärken ausspielen und für verschiedene Einsatzszenarien geeignet sind.
Monokristalline Solarmodule gelten als die effizienteste und langlebigste Technologie. Sie werden aus Wafern hergestellt, die aus einem einheitlichen Siliziumkristall gesägt sind. Die gleichmäßige Kristallstruktur ermöglicht einen besonders effizienten Elektronenfluss und damit hohe Wirkungsgrade von rund 24 Prozent. Monokristalline Module sind an ihrer typisch dunklen, fast schwarzen Farbe und den abgerundeten Zellecken erkennbar. Sie eignen sich besonders für Dächer mit begrenzter Fläche, auf denen möglichst viel Leistung erzeugt werden soll. Die Herstellung ist aufwendiger und teurer als bei polykristallinen Modulen, dafür erzielen sie auf gleicher Fläche deutlich mehr Ertrag.
Polykristalline Solarmodule bestehen aus Wafern, die aus gegossenen Siliziumblöcken gesägt werden. Die Kristalle sind ungleichmäßig ausgerichtet, was zu leichten Effizienzverlusten führt. Der Wirkungsgrad liegt bei rund 18 Prozent. Optisch sind polykristalline Module an ihrer bläulichen Farbe und der sichtbaren Kristallstruktur zu erkennen. Ihr großer Vorteil liegt im günstigeren Preis bei der Herstellung. Wenn Sie ausreichend Dachfläche zur Verfügung haben und Kosten sparen möchten, sind polykristalline Module eine wirtschaftliche Wahl.
Dünnschichtmodule setzen auf eine andere Fertigungstechnologie: Ein Trägermaterial wird mit einer dünnen Halbleiterschicht beschichtet. Neben Silizium kommen auch andere Materialien zum Einsatz. Die Herstellung ist besonders kostengünstig und energiearm. Dünnschichtmodule sind flexibel, leicht und funktionieren auch bei diffusem Licht und hohen Temperaturen gut. Der Nachteil liegt im geringeren Wirkungsgrad von rund 13 Prozent, wodurch Sie für die gleiche Leistung deutlich mehr Fläche benötigen. Dünnschichtmodule eignen sich für sehr große Dachflächen, Fassaden oder spezielle Anwendungen, bei denen Gewicht und Flexibilität eine Rolle spielen.
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zwischen den Solarmodul-Arten zusammen:
| Kriterium | Monokristalline Module | Polykristalline Module | Dünnschichtmodule |
|---|---|---|---|
| ⌀ Wirkungsgrad | 20–24 % | 15–18 % | 10–13 % |
| ⌀ Leistung pro m² | 180–220 Wp/m² | 150–180 Wp/m² | 100–130 Wp/m² |
| Platzbedarf | gering | mittel | hoch |
| Anschaffungskosten | höher | mittel | günstiger |
| ⌀ Lebensdauer | 30+ Jahre | 30 Jahre | 20-25 Jahre |
| Leistung bei diffusem Licht | gut | gut | sehr gut |
| Leistung bei hohen Temperaturen | gut | mittel | sehr gut |
| Optik | dunkel, homogen | bläulich, Kristallstruktur sichtbar | variabel, oft dunkler |
| Typische Einsatzgebiete | Dächer mit begrenzter Fläche, Wohngebäude | Dächer mit größerer Fläche, preisbewusste Projekte, Freiflächen-PV | Große Flächen, Fassaden, spezielle Anwendungen |
Dimensionierung und Leistung: Wie viel kWp brauchen Sie?
Die richtige Größe Ihrer Photovoltaikanlage hängt von mehreren Faktoren ab: Ihrem Stromverbrauch, der verfügbaren Dachfläche, Ihrer Dachausrichtung und -neigung sowie Ihren Zielen beim Eigenverbrauch.
Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht etwa 3.000 bis 5.000 kWh Strom pro Jahr. Für jeden Haushaltsbewohner können Sie mit rund 1.000 kWh rechnen. Betreiben Sie zusätzlich eine Wärmepumpe, kommen je nach Gebäudegröße und Dämmstandard weitere 3.000 bis 6.000 kWh hinzu. Eine Wallbox für Ihr Elektrofahrzeug schlägt mit etwa 2.000 bis 4.000 kWh zu Buche, abhängig von Ihrer jährlichen Fahrleistung.
Eine Photovoltaikanlage mit 1 kWp Leistung erzeugt in Deutschland je nach Standort und Ausrichtung etwa 900 bis 1.100 kWh Strom pro Jahr. In Süddeutschland mit optimaler Südausrichtung und 30 Grad Dachneigung erreichen Sie die oberen Werte, in Norddeutschland oder bei ungünstigerer Ausrichtung eher die unteren.
Für die Dimensionierung empfiehlt es sich heute in den meisten Fällen, möglichst die gesamte verfügbare Dachfläche zu nutzen, auch wenn Ihr aktueller Verbrauch geringer ist. Gründe dafür sind:
- Zukünftige Verbraucher wie Wärmepumpe, Wallbox oder Klimaanlage erhöhen Ihren Strombedarf.
- Größere Anlagen haben niedrigere spezifische Kosten pro kWp.
- Mit einem Stromspeicher können Sie auch große Überschüsse sinnvoll nutzen.
- Die Mehrkosten für zusätzliche Module sind gering im Vergleich zu einer späteren Erweiterung.
Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus:
- Haushaltsstrom: 4.000 kWh/Jahr
- Wärmepumpe: 4.500 kWh/Jahr
- Wallbox (12.000 km/Jahr): 2.500 kWh/Jahr
- Gesamtverbrauch: 11.000 kWh/Jahr
Empfohlene Anlagengröße: 10 bis 12 kWp mit erwartetem Jahresertrag ≈ 10.000 bis 12.000 kWh.
Benötigte Dachfläche (monokristalline Module): ca. 50 bis 60 m².
Integration und Systemlösungen: Das intelligente Energiesystem.
Die größten Vorteile einer Photovoltaikanlage entfalten sich in der intelligenten Kombination mit anderen Komponenten. Buderus bietet durchdachte Systemlösungen, bei denen alle Komponenten perfekt zusammenarbeiten.
- Photovoltaik mit Stromspeicher : Ein Batteriespeicher bevorratet den tagsüber erzeugten Überschussstrom und stellt ihn abends und nachts zur Verfügung. So verdoppeln Sie Ihren Eigenverbrauch und machen sich unabhängiger vom Netzstrom. Moderne Lithium-Eisenphosphat-Speicher haben eine Lebensdauer von über 20 Jahren und verlieren über die Zeit nur wenig Kapazität.
- Photovoltaik mit Wärmepumpe : Diese Kombination ist besonders effizient, da die Wärmepumpe als großer, flexibler Stromverbraucher den Eigenverbrauch deutlich erhöht. Ein Energiemanagementsystem sorgt dafür, dass die Wärmepumpe bevorzugt dann läuft, wenn die Sonne scheint, sodass sie Wärme in den Pufferspeicher lädt. So heizen Sie indirekt mit Solarstrom.
- Photovoltaik mit Wallbox: Mit PV-Überschussladen tanken Sie Ihr E-Auto bequem zu Hause mit solarem Eigenstrom. Die Buderus Logavolt WLS11i P+ Wallbox lässt sich nahtlos in Ihr Energiesystem integrieren und lädt Ihr Fahrzeug intelligent, selbst wenn nur sehr geringe Mengen Solarstrom zur Verfügung stehen.
- Energiemanagementsystem: Der Buderus MyEnergyMaster ist die zentrale Steuerungseinheit für Ihr gesamtes Energiesystem. Er erfasst in Echtzeit Erzeugung, Verbrauch und Speicherstand und steuert alle Komponenten so, dass Sie möglichst viel Eigenverbrauch erzielen. Über die MyBuderus App haben Sie jederzeit den Überblick über Ihre Energieflüsse und können Einstellungen anpassen.
Auf unseren Produktseiten erhalten Sie mehr Informationen zur Systemoptimierung mit Eigenstrom .
Gut zu wissen: Staatliche Förderung und steuerliche Vorteile.
Photovoltaikanlagen profitieren von verschiedenen steuerlichen Erleichterungen und Förderprogrammen. Seit 2023 sind kleine Photovoltaikanlagen bis 30 kWp (bzw. 15 kWp bei Mehrfamilienhäusern pro Wohneinheit) von der Mehrwertsteuer befreit. Sie zahlen also keine 19 % Umsatzsteuer auf Anschaffung und Installation. Zudem sind die Erträge aus Photovoltaikanlagen bis 30 kWp einkommensteuerfrei. Aktuelle Informationen zu Förderprogrammen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) finden Sie auf unserer BEG-Informationsseite .
Stellen Sie Ihre Buderus Solaranlage bedarfsgerecht und individuell zusammen: Alle Elemente für Solarthermie und Photovoltaik erhalten Sie bei Buderus zusammen mit der übrigen Heiztechnik aus einer Hand. Nutzen Sie unseren individuellen Service und lassen Sie sich von unseren Buderus Partnern vor Ort unverbindlich beraten!