Ratgeber Wärmepumpe

Wärmepumpe im Altbau – sanieren und Kosten sparen

Wärmepumpen im Neubau sind keine Seltenheit mehr. Doch auch bei der energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden macht diese umweltfreundliche Technologie in vielen Fällen Sinn. Welche Wärmepumpe zu einem Altbau passt und warum sie sich nicht nur finanziell lohnt, erfahren Sie bei Buderus.

Welche Voraussetzungen benötigen Wärmepumpen im Altbau? 

Wärmepumpen spielen für den Klimaschutz eine wichtige Rolle, denn sie nutzen erneuerbare Energien, um Wärme zu erzeugen. Luft-Luft-Wärmepumpen saugen mit Ventilatoren die Luft aus der Umgebung an. Luft-Wasser-Wärmepumpen und Sole-Wasser-Wärmepumpen arbeiten hingegen nach dem umgekehrten Kühlschrankprinzip. Alle entziehen der Umgebung, ob der Luft, dem Grundwasser oder der Erde, Wärme über einen Kältemittelkreislauf. Ein Wärmetauscher gibt die Wärmeenergie an das Heizsystem ab. Das Ergebnis nutzen Sie in Form von Warmwasser oder Heizungswärme in Ihrem Haus.

In Neubauten ist die Nutzung von Wärmepumpen schon fast Standard. Ob es sinnvoll ist, eine Wärmepumpe auch im Altbau zu installieren, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Meist lohnt es sich jedoch, die alte Öl- oder Gasheizung durch eine nachhaltige, saubere Heizungstechnologie zu ersetzen. Wichtig ist, dass das Haus eine gute Dämmung besitzt und möglichst wenige Wärmeverluste entstehen. Sind Dach, Außenwände oder Fenster nur unzureichend gedämmt, sollten Sie vor dem Einbau der Wärmepumpe erst eine Sanierung vornehmen. Wichtig ist zudem, dass das Wärmeverteilsystem in Ihrem Altbau zu einer Wärmepumpe passt. Da die Technologie bei einer niedrigeren Vorlauftemperatur am effizientesten arbeitet, sind großflächige Heizsysteme empfehlenswert, also Fußboden-, Wand- oder Deckenheizungen. Zu guter Letzt sollten Sie auch die Geräuschentwicklung beachten, die bei einer Wärmepumpe zwischen 30 und 50 Dezibel liegt.

Übersicht der für Altbauten geeignete Wärmepumpen

Vorteile Nachteile
Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • Förderung durch BAFA
  • einfach zu installieren und in Altbauten nachzurüsten
  • Gebäude benötigt gute Dämmung
  • Kältemittelkreislauf muss gewartet werden
Sole-Wasser-Wärmepumpe
  • sehr effizient, für Altbau geeignet
  • Förderung durch BAFA
  • Erdarbeiten für Flachkollektoren können selbst durchgeführt werden
  • Flächenkollektoren brauchen viel Platz
  • Art des Boden hat Einfluss auf Effizienz
  • Sondenbohrung ist genehmigungspflichtig und kostenintensiv
Wasser-Wasser-Wärmepumpe
  • sehr effizient, leicht im Altbau nachrüstbar
  • Förderung durch BAFA
  • Nutzung vorhandener Brunnen möglich
  • Grundwassererschließung ist kostenintensiv und genehmigungspflichtig
  • Leistung abhängig von Wassermenge und -qualität
  • weniger Leistung bei sinkendem Grundwasserspiegel
Brauchwasser-Wärmepumpe
  • Hocheffizient und langlebig
  • Schnell und einfach zu installieren
  • niedrige Betriebs- und Anschaffungskosten
  • Stromverbrauch bei Entnahme von großen Mengen Warmwasser
  • Aufstellungsort relevant
  • Teils schwankende Betriebskosten
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Wärmepumpen bei Buderus

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    Solarfluid zum Speicher
    transportiert wird. Dazu sind alle
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Was ist zu beachten, wenn Sie im Altbau eine Wärmepumpe installieren möchten?

Welche Wärmepumpe Sie im Altbau wählen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Preislich besonders günstig und einfach zu installieren sind Luft-Wasser-Wärmepumpen, die sich in fast allen Arten von Bestandsgebäuden einsetzen lassen, da hier die Wärmequelle bereits vorhanden ist. Neben Luft-Wärmepumpen passen zum Altbau auch Sole-Wasser-Wärmepumpen perfekt. Diese sind kostenintensiver, da Sie die Wärmequelle erst durch eine Sondenbohrung oder das Verlegen von Flächenkollektoren erschließen müssen. Außerdem benötigen die oberflächennahen Kollektoren viel Platz auf dem Grundstück. Diese Kosten gleicht jedoch die besonders effiziente Arbeitsweise einer Sole-Wasser-Wärmepumpe wieder aus, da die Temperaturen an der Wärmequelle höher sind, als bei Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Möchten Sie das Heizsystem in Ihrem Altbau durch eine umweltfreundliche Wärmepumpe ergänzen, empfiehlt sich die Umrüstung auf eine Hybridheizung. Neben einer fossilen Gas-oder Ölheizung nutzen Sie hier eine Technologie auf Basis erneuerbarer Energien. Das Herz einer solchen Hybridanlage ist ein Pufferspeicher, der zwischen 700 und 800 Liter Wasser fasst. Es wird durch die beiden Energiequellen auf Temperatur gebracht und versorgt Ihre Heizung mit Wärme. Wer sich von fossiler Energieversorgung ganz lösen möchte, sollte über eine Erneuerbare Energien Hybridheizung nachdenken. Diese kombiniert zwei erneuerbare Energieträger. So produzieren Sie etwa mit einer Photovoltaikanlage Ihren eigenen Strom zum Betrieb der Wärmepumpe und machen sich dadurch ein Stück weit unabhängig.

Wann lohnt sich eine Wärmepumpe für den Altbau?

Wärmepumpen im Altbau sind vor allem dann effizient, wenn sie nur eine geringe Vorlauftemperatur benötigen, um das Gebäude ausreichend zu beheizen. Erreichen lässt sich dies durch eine energiesparende Dämmung und möglichst großflächige Heizkörper . In einem unsanierten Bestandsgebäude haben Wärmepumpen wenig Sinn, da der Stromverbrauch zur Bewältigung der Heizlast viel zu hoch wäre. Die Anschaffung einer Wärmepumpe für den Altbau sollte also immer mit einer energetischen Sanierung einhergehen. Mit welchen Kosten Sie in etwa rechnen müssen, veranschaulicht Ihnen folgende Tabelle:

Wärmepumpen-Art Kosten Wärmepumpe inkl. Zubehör Kosten Erschließung Wärmequelle Gesamtkosten
Luft-Luft-Wärmepumpe 10.000 – 12.000 Euro keine 10.000 – 12.000 Euro
Luft-Wasser-Wärmepumpe 10.000 – 12.000 Euro keine 10.000 – 15.000 Euro
Erdwärmepumpe (Erdkollektor) 12.000 – 15.000 Euro 2.000 – 5.000 Euro 14.000 – 20.000 Euro
Erdwärmepumpe (Erdsonde) 12.000 – 15.000 Euro 3.500 – 10.000 Euro 15.500 – 25.000 Euro
Wasser-Wasser-Wärmepumpe 12.000 – 20.000 Euro 1.000 – 10.000 Euro 13.000 – 30.000 Euro
Abluft-Wärmepumpe 10.000 – 12.000 Euro keine 10.000 – 12.000 Euro

(Bei den angegebenen Kosten handelt es sich um Richtwerte, diese können regional unterschiedlich sein und nur beispielhaft angenommen werden.)

Nachhaltig und effizient heizen

Wärmepumpen von Buderus sind die optimale Lösung für Heizung und Warmwasseraufbereitung. Mit einer Wärmepumpenheizung sparen Sie nicht nur Heizkosten, sondern schonen auch die Umwelt.

 

Die häufigsten Fragen zur Wärmepumpe im Altbau

  • Für die Aufstellung einer Wärmepumpe stehen drei Optionen zur Auswahl. Bietet das Gebäude ausreichend Platz, lässt sich das Gerät im Keller oder Hauswirtschaftsraum aufstellen. Es sind auch Wärmepumpen erhältlich, bei denen einzelne Komponenten außen aufgestellt werden. Achten Sie bei Luft-Wasser-Wärmepumpen jedoch auf ausreichend Abstand zum Nachbargrundstück und statten Sie die Wärmepumpe, wenn erforderlich, mit einem zusätzlichen Schallschutz aus, um Geräusche zu minimieren. Eine Split-Aufstellung der Wärmepumpe ist ebenfalls denkbar. Hier befinden sich die geräuschintensiveren Bauteile im Außenmodul, das Innenmodul lässt sich im Haus flexibel installieren.

  • Egal, ob Sie eine BAFA- oder KfW-Förderung beantragen: Dies muss Sie in jedem Fall vor Beginn der Baumaßnahme passieren. Wenn die Planung steht, stellen Sie gemeinsam mit Ihrem ausgewählten Installateur den Förderantrag. Erst dann dürfen Sie mit den Baumaßnahmen starten. Ein nachträglich gestellter Antrag wird nicht bewilligt. Gehen Sie deshalb alles in Ruhe an und überstürzen Sie nichts. Kontaktieren Sie auch den Förderservice der Buderus-Klimaexperten.

  • Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt an, in welchem Verhältnis der Jahresertrag an Heizenergie zur aufgewendeten Energie steht. Sie verdeutlicht damit die Effizienz der Gesamtanlage. So bedeutet eine JAZ von 5 beispielsweise, dass die Wärmepumpe mit 1 kWh Strom 5 kWh Heizenergie erzeugt. Für einen effizienten Einsatz einer Wärmepumpe im Altbau sollte die JAZ zwischen 4 und 5 liegen. Die Höhe der Jahresarbeitszahl wirkt sich auch auf die staatliche Förderung aus.

  • Der Einbau einer Wärmepumpe lohnt sich für Vermieter eines Mehrfamilienhauses ebenfalls, wenn das Gebäude gut gedämmt ist. Der Strompreis vom günstigen Wärmepumpen-Stromtarif liegt niedriger als der Preis für Gas oder Öl. Überdies sind die Wartungskosten einer Wärmepumpe geringer als die einer fossilen Heizanlage. So ergeben sich zusammengenommen attraktive Einsparpotenziale. Die staatliche Förderung ist ein weiterer Anreiz für die Nutzung einer Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus.

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Mit den Neuerungen zur Gebäudeförderung im Juli 2022 sollen verstärkt CO₂-Emissionen gemindert und der Energieverbrauch gesenkt werden.

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