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Ratgeber Wärmepumpe

Wärmepumpe kaufen:
alles, was Sie vor dem Kauf wissen müssen

Seitenzusammenfassung
KI-generierte Zusammenfassung
Der Artikel bietet umfassende Informationen für den Kauf einer Wärmepumpe und erläutert die...

Der Artikel bietet umfassende Informationen für den Kauf einer Wärmepumpe und erläutert die verschiedenen Technologien, die zur Verfügung stehen, darunter Luft-Wasser-, Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen. Jede Technologie hat ihre eigenen Vor- und Nachteile, die von der Effizienz bis zu den Installationsanforderungen reichen. Der Kauf einer Wärmepumpe kann nicht nur Heizkosten sparen, sondern auch umweltfreundlich sein, da regenerative Energien genutzt werden. Zudem gibt es staatliche Förderungen, die den Kauf unterstützen.

Die Kosten für Wärmepumpen variieren stark je nach Typ und Größe, wobei die Anschaffungskosten in der Regel höher sind als bei konventionellen Heizsystemen. Im Betrieb sind Wärmepumpen jedoch deutlich günstiger, da sie keine fossilen Brennstoffe benötigen. Der Artikel empfiehlt, sich vor dem Kauf umfassend beraten zu lassen und die Installation in den warmen Monaten durchzuführen, um Komforteinbußen zu vermeiden.

Zusätzlich wird erläutert, dass Wärmepumpen auch in Altbauten wirtschaftlich sein können, insbesondere bei guter Dämmung und modernen Fenstern. Die staatliche Förderung macht den Umstieg auf Wärmepumpen besonders attraktiv.

Zuletzt geändert am: 04.08.26

Es lohnt sich in vielerlei Hinsicht, eine Wärmepumpe zu kaufen. So sparen Sie nicht nur einen großen Teil an Heizkosten ein, sondern tun auch der Umwelt etwas Gutes, da Sie zum Heizen unerschöpfliche regenerative Energien nutzen. Zudem fördert der Staat den Kauf einer Wärmepumpe. Erfahren Sie mehr bei Buderus!

Welche Wärmepumpe kaufen?

Möchten Sie sich eine Wärmepumpe kaufen, haben Sie verschiedene Technologien zur Auswahl: Luft-Wasser-, Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen. Sie unterscheiden sich darin,

  • welche Energiequelle in der Umwelt sie nutzen,
  • welche Effizienzwerte sie durchschnittlich erreichen,
  • wie aufwendig sich die Installation gestaltet und
  • wie hoch die Kosten für den Erwerb und die Installation ausfallen.

Gut zu wissen: Die Bezeichnung von Wärmepumpen

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Die Bezeichnung eines Wärmepumpentyps verrät, wie das Gerät funktioniert. „Luft-Wasser-Wärmepumpe“ bedeutet, dass die Wärmepumpe Energie aus der Umgebungsluft bezieht und auf das Heizwasser überträgt. „Luft-Luft“-Geräte funktionieren wie Klimaanlagen und übertragen die Energie auf die Raumluft. „Sole-Wasser“ meint Wärmepumpen, die Energie aus dem Erdreich nutzen, während „Wasser-Wasser“ auf Modelle hindeutet, die Wärme aus dem Grundwasser auf das Heizwasser übertragen. In unserem Ratgeber zur Funktionsweise von Wärmepumpen können Sie genauer nachlesen, wie die unterschiedlichen Typen Umweltwärme beziehen und fürs Heizen aufbereiten.

Die verschiedenen Wärmepumpenarten im Überblick

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Je nachdem, welchen Gebäudetyp Sie bewohnen (Ein- oder Mehrfamilienhaus, Eigentumswohnung …), wie viel Platz auf dem Grundstück vorhanden ist, welches Budget Ihnen zur Verfügung steht und wie Ihre individuellen Bedingungen vor Ort sind, eignen sich bestimmte Wärmepumpenarten jeweils besser.

Eine  Luft-Wärmepumpe  zu kaufen, ist zum Beispiel vergleichsweise günstig und der Einbau unkompliziert. Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen arbeiten effizienter, sodass Ihre Heizkosten langfristig niedriger ausfallen. Allerdings sind für die Installation dieser Wärmepumpentypen Erdwärmebohrungen bzw. großflächige Aushubarbeiten für Erdkollektoren oder Brunnenbohrungen notwendig. Diese sind genehmigungspflichtig und gehen außerdem mit höheren anfänglichen Investitionen einher.

Was sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Wärmepumpenarten?

Bevor Sie eine Wärmepumpe kaufen, sollten Sie sich noch etwas genauer über die Vor- und Nachteile der einzelnen Technologien informieren. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Eigenschaften der verschiedenen Wärmepumpentypen im Überblick.

Vorteile Nachteile
Luft-Luft-Wärmepumpe
  • günstigste Wärmepumpe in der Anschaffung
  • geringer Installationsaufwand
  • effiziente Wärmerückgewinnung
  • aktive Kühlung möglich
  • staatliche Förderung
  • schwankende Effizienz, da Luft als Wärmequelle unbeständig ist
  • im Vergleich geringste Effizienz aller Wärmepumpenarten
  • Wartungsaufwand durch Filterwechsel
  • ausschließlich Konvektionswärme möglich (Wärmeübertragung über die Luft), Strahlungswärme wie von einer Fußbodenheizung wird oft als angenehmer empfunden)
Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • vergleichsweise günstig in der Anschaffung
  • geringer Installationsaufwand
  • leicht in Bestandsgebäuden nachzurüsten
  • variable Aufstellungsmöglichkeiten in Monoblock- und Split-Bauweise (nur außen – außen und innen – nur innen)
  • aktive Kühlung möglich
  • stattliche Förderung
  • etwas weniger effizient als Erdreich-Wärmepumpen
  • verringerte Effizienz durch Vereisung des Verdampfers bei Außenaufstellung im Winter
  • wahrnehmbare Schallemission des Außengerät-Ventilators bei ungünstiger Aufstellung möglich
  • Außeneinheiten sind wg. Witterung weniger langlebig als innen aufgestellte Einheiten
Sole-Wasser-Wärmepumpe
  • hohe Effizienz
  • Erdarbeiten für Flachkollektoren selbstständig durchführbar
  • keine Schallemission
  • sehr langlebig dank Innenaufstellung der Wärmepumpe  
  • unterirdische Soleleitungen funktionieren über Jahrzehnte und bleiben nach Gerätetausch weiter nutzbar
  • passive Kühlung möglich
  • staatliche Förderung
  • generell höhere Investitionskosten als für Luft-Wärmepumpen
  • im Falle von Erdkollektoren hoher Flächenbedarf, Fläche darf nicht versiegelt oder mit tiefwurzelnden Gewächsen bepflanzt werden
  • hochpreisige und genehmigungspflichtige Bohrung im Falle einer Erdsonde
  • Bodenbeschaffenheit bestimmt über Effizienz
Wasser-Wasser-Wärmepumpe
  • noch höhere Effizienz als Sole-Wasser-Wärmepumpen
  • Integration bestehender Brunnen möglich
  • in geeigneten Bestandsgebäuden leicht nachrüstbar
  • keine Schallemission
  • passive Kühlung möglich
  • staatliche Förderung
  • Grundwassererschließung teuer und genehmigungspflichtig
  • Effizienz von Wassermenge und -qualität abhängig
  • Leistungseinbußen bei sinkendem Grundwasserspiegel
Brauchwasser-Wärmepumpe
  • hocheffizient und langlebig bei der Warmwasserbereitung
  • Nutzung der Abwärme von Geräten wie Waschmaschinen, Trocknern o. Ä.
  • tragen zu trockenem, gesundem Raumklima bei
  • schnell und einfach zu installieren
  • niedrige Anschaffungs- und Betriebskosten 
  • ausschließlich für Warmwasser, nicht für Heizwärme vorgesehen
  • gesteigerter Stromverbrauch bei Entnahme von großen Mengen Warmwasser
  • Aufstellungsort relevant (Hauswirtschaftsraum, Heizkeller o. Ä. Räume mit viel Abwärme)
  • teils schwankende Betriebskosten
  • keine staatliche Förderung

Welche Kosten fallen beim Kauf einer Wärmepumpe an?

Bei Wärmepumpen sind die Anschaffungskosten höher als bei konventionellen Systemen auf Basis von Öl und Gas. Dafür profitieren Sie aber von langfristig niedrigeren Betriebskosten. Je nach Technologie und Leistungsgröße variieren die Investitionskosten bei Wärmepumpen stark.1

  • Bei den Luft-Luft-Wärmepumpen belaufen sie sich auf etwa 4.000 bis 8.000 € (Innengeräte nicht mitgerechnet – es ist möglich, eines oder auch bis zu zwölf Innengeräte mit einem Außengerät zu kombinieren).
  • Luft-Wasser-Wärmepumpen kosten durchschnittlich 10.000 bis 15.000 €, je nach Leistungsgröße auch über 20.000 €. Modelle für Mehrfamilienhäuser und Gewerbe liegen bei etwa 25.000 bis mehr als 80.000 €. Die Installation schlägt bei Luft-Luft- und Luft-Wasser-Wärmepumpen zusätzlich mit 2.000 bis 3.000 € zu Buche.
  • Erd- und Grundwasserwärmepumpen sind je nach Größe ab etwa 13.000 € zu haben, allerdings kommen hohe Kosten für die aufwendige Erschließung bzw. Installation hinzu. Erdkollektoren kosten bis zu 5.000 €, eine Erdsondenbohrung oder Grundwassererschließung bis zu 10.000 €.

1Bei den angegebenen Kosten handelt es sich um Richtwerte, diese können regional unterschiedlich sein und nur beispielhaft angenommen werden.

Welche laufenden Kosten verursachen Wärmepumpen im Betrieb?

Wärmepumpen kosten im Betrieb deutlich weniger als konventionelle Heizungen in vergleichbaren Gebäuden. Sie benötigen keine fossilen Energieträger, sondern ausschließlich Strom. In einem Einfamilienhaus mit durchschnittlicher Größe und Dämmung zahlen Sie dafür bei der Nutzung

  • einer Luft-Wasser-Wärmepumpe etwa 1.000 € bis 1.200 € im Jahr,
  • bei einer Erdwärmepumpe sind es 750 € bis 850 € und
  • mit einer Grundwasserwärmepumpe können sich die Stromkosten auf ca. 600 € belaufen.

Im Vergleich dazu kann der Betrieb älterer Öl- und Gasheizungen im selben Haus über 2.000 € jährlich kosten.

  • Angenommen, Ihr Gebäude hat einen Wärmeenergiebedarf von 15.000 kWh pro Jahr. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe erreicht in Ihrem Gebäude eine Jahresarbeitszahl von 3,6. Das bedeutet, sie erzeugt aus 1 kWh eingesetztem Strom 3,6 kWh Wärme. Sie rechnen: 

    15.000 : 3,6 = 4.166

    Die Wärmepumpe verbraucht also 4.166 kWh Strom pro Jahr, um die benötigte Wärme zu erzeugen. Bei Stromkosten von etwa 26 ct/kWh zahlen Sie demnach 1.083 € im Jahr. Mehr über Stromverbrauch und Kosten erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Stromverbrauch der Wärmepumpe .

Auch bei der Wartung der Wärmepumpe sparen Sie Geld gegenüber konventionellen Heizsystemen, denn Wärmepumpen sind robuster und verschleißen weniger stark als Öl- und Gasheizungen. Pro Jahr fallen hier nur etwa 300 bis 400 € für einen jährlichen Check-up an.

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Welche Förderung kann ich erhalten?

Profitieren Sie von staatlicher Förderung für Wärmepumpen. Beim Heizungstausch erhalten Sie Zuschüsse für effiziente Systeme und investieren in eine zukunftssichere Heizlösung für Ihr Zuhause.

Wann ist der optimale Zeitpunkt für den Kauf einer Wärmepumpe?

Bevor Sie eine Grundwasser-, Erdwärme- oder Luft-Wärmepumpe kaufen, sollten Sie sich im Rahmen einer Fachberatung umfassend über geeignete Technik, Modelle und Installationsmöglichkeiten informieren. Das ist jederzeit möglich. Für die Anschaffung und Installation eignen sich aber die warmen Sommermonate am besten, da in dieser Zeit der Heiz- und Warmwasserbedarf recht niedrig ist. So müssen Sie während des Austauschs keine Komforteinbußen hinnehmen. 

Muss Ihre Heizanlage ohnehin ausgetauscht werden und stehen gegebenenfalls noch andere Modernisierungsmaßnahmen an, empfiehlt es sich ebenfalls, direkt auf regenerative Energien umzusteigen und eine Wärmepumpe zu kaufen. In diesem Fall können Sie die vielfältigen Programme der Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude bestmöglich ausnutzen. Diese sieht nämlich auch Förderungen für energetische Einzelmaßnahmen sowie zinsgünstige Kredite für Sanierungen vor.

Wie laufen Einbau und Inbetriebnahme einer Wärmepumpe ab?

Der Wechsel von einer konventionellen Heizung zur Wärmepumpe beginnt mit einer fachlichen Beratung und einer sorgfältigen Analyse Ihres Gebäudes. Dabei werden Heizlast, Vorlauftemperaturen, Dämmstandard, vorhandene Heizflächen sowie der Platz für Inneneinheit und Speicher geprüft. Auf Basis einer Vor-Ort-Begehung und einer Heizlastberechnung entscheiden Sie gemeinsam mit dem Fachbetrieb über den passenden Wärmepumpentyp. Parallel beantragt Ihr Berater Fördermittel und bereitet je nach System Genehmigungen vor.

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Der Einbau von Luft-Wasser-Wärmepumpen ist in der Regel am schnellsten umsetzbar, da keine Tiefbauarbeiten nötig sind. Sie benötigen im Außenbereich ein Fundament und Leitungsdurchführungen durch die Außenwand Ihres Gebäudes. Im Haus werden Inneneinheit und Warmwasserspeicher installiert, die Anlage an den bestehenden Heizkreis angebunden und elektrisch (drehstromfähig) angeschlossen. Alternativ stellen Sie alle Gerätekomponenten im Innenraum auf; dann verlegen die Fachleute Lüftungskanäle, durch welche die Wärmepumpe die Außenluft ansaugt, durch die Gebäudehülle hindurch. Für diese Variante sind etwas größere Eingriffe in die Außenwand nötig.

Die Montage dauert meist 2 bis 5 Tage. Sofern auch Heizflächenanpassungen nötig sind, sollten Sie mit 4 bis 8 Tagen rechnen. Inklusive der gesamten Vor- und Detailplanung sowie der Formalitäten können typischerweise 4 bis 10 Wochen vergehen.

Sole-Wasser-Wärmepumpen

Sole-Wasser-Wärmepumpen erfordern Bohrungen für Erdsonden oder Erdarbeiten für Flachkollektoren. Dafür müssen Zufahrten für Bohrgeräte ermöglicht, Leitungsgräben zum Haus hergestellt und Genehmigungen eingeholt werden. Die Außenarbeiten dauern meist 2 bis 7 Tage, die Innenmontage weitere 3 bis 5 Tage. Mitsamt der vorausgehenden Planung und den Genehmigungen sollten Sie 8 bis 16 oder mehr Wochen ansetzen. Rechnen Sie damit, dass Ihr Garten bzw. Grundstück temporär beansprucht wird und die Flächen im Anschluss wiederhergestellt werden müssen.

Wasser-Wasser-Wärmepumpen

Wasser-Wasser-Wärmepumpen nutzen Grundwasser und sind entsprechend genehmigungsintensiv. Für den Betrieb werden ein Saug- und ein Schluckbrunnen gebohrt, die Wasserbeschaffenheit geprüft und gegebenenfalls Filter- oder Wärmetauschertechnik eingeplant. Die Bohr- und Brunnenarbeiten dauern in der Regel 3 bis 7 Tage, die Inneninstallation 3 bis 5 Tage. Somit fällt bei Ihnen vor Ort eine Montagezeit von 6 bis 12 Tagen an. Zusammen mit Genehmigungen und Analysen sollten Sie mindestens 10 bis 20 Wochen einplanen.

Wie geht es nach dem Wechsel des Heizsystems weiter?

Haben die Monteure Ihre Altanlage und die Abgasanlage fachgerecht stillgelegt, stellen sie die neue Inneneinheit (ggf. mit separatem Pufferspeicher) auf und binden sie in das bestehende System ein. Im Zuge dessen erfolgen Spülung, Entlüftung und der verpflichtende hydraulische Abgleich. Ein dreiphasiger Elektroanschluss, ein geeigneter Schutz durch Absicherungen sowie die Einbindung eines Smart Meters oder einer Regelung mit Internetzugang sind empfehlenswert. 

Sie können Ihre Wärmepumpe auch in Ihr Smart-Home- oder ein Energie-Management-System einbinden. Dies macht das Gerät über eine App oder ein anderes Programm steuerbar. Sie können dann nicht nur das Heizsystem selbst bedienen, sondern zum Beispiel auch eine Photovoltaikanlage zur Stromversorgung zu- oder abschalten.

Häufig ist es sinnvoll, einzelne Heizkörper durch größere Modelle zu ersetzen oder auf Niedertemperaturheizflächen zu setzen, damit die Wärmepumpe mit niedrigen Vorlauftemperaturen effizient arbeiten kann. Nach der Inbetriebnahme werden Heizkurven und Zeitprogramme eingestellt; ein Feintuning nach einigen Wochen optimiert schließlich Ihren Komfort und die Effizienz Ihrer Anlage.

Lohnt sich eine Wärmepumpe auch im Altbau?

Ja, eine Wärmepumpe lohnt sich auch im Altbau – das bestätigen bereits seit Jahren laufende Feldstudien des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme . Das Projekt nimmt messtechnische Untersuchungen von Luft- und Erdwärmepumpen in Einfamilienhäusern der Baujahre 1826 bis 2001 vor. Außenluft-Wärmepumpen erreichen dem Fraunhofer-ISE zufolge durchschnittlich eine mittlere Jahresarbeitszahl von 3,3. Die mit Erdwärmesonden ausgestatteten Wärmepumpen erreichten in Bestandsgebäuden sogar JAZ von bis zu 5,2.

Luft-Wasser-Wärmepumpen können also auch in Altbauten Jahresarbeitszahlen jenseits von 3,0 erreichen – dieser Wert ist eine Voraussetzung für den Erhalt einer Förderung. Möglich sind hohe JAZ im Altbau vor allem durch moderne Fenster und eine gute Dämmung der Außenwände, die einen U-Wert von unter 0,4 W/m²K erreicht (der U-Wert gibt an, wieviel Wärme durch ein Bauteil nach außen dringt). Bezogen auf die Heizkosten bedeutet das: Selbst in einem 150 m² großen Altbau mit 20.000 kWh Wärmebedarf kostet der Betrieb einer Luft-Wasser-Wärmepumpe etwa 1.575 € jährlich (20.000 : 3,3 × 0,26 €/kWh). Zum Vergleich: Öl- und Gasheizungen können technisch bedingt maximale JAZ zwischen 0,85 und 1,0 erreichen. Eine alte Ölheizung würde über 2.200 € an Heizkosten verursachen.

Entscheidend ist immer der energetische Zustand des Gebäudes: Das Heizsystem sollte mit Vorlauftemperaturen unter 55 °C auskommen – oft reicht der Austausch einzelner Heizkörper gegen größere Modelle. Kurz gesagt: Selbst ohne umfassende Sanierung können Wärmepumpen in Altbauten wirtschaftlich sein, besonders bei steigenden Öl- und Gaspreisen. Die staatliche Förderung macht den Umstieg zusätzlich attraktiv.

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Wärmepumpen – alle Produkte im Überblick

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Die häufigsten Fragen zum Kauf einer Wärmepumpe

  • Moderne Wärmepumpen können in nahezu jedem Gebäudetyp wirtschaftlich betrieben werden – vom Neubau bis zum unsanierten Altbau. Entgegen dem weitverbreiteten Irrglauben sind weder eine Fußbodenheizung noch eine Vollsanierung zwingend erforderlich. Flächenheizungen wie Fußboden- oder Wandheizungen sind zwar optimal, da sie mit niedrigen Vorlauftemperaturen von 30 bis 35 °C arbeiten, aber auch herkömmliche Heizkörper können bei entsprechender Dimensionierung die benötigten Vorlauftemperaturen von unter 55 °C erreichen. 

    Hochtemperatur-Wärmepumpen arbeiten sogar mit bis zu 70 °C und eignen sich daher auch für schlecht gedämmte Altbauten mit bestehenden Heizkörpern. Eine Voraussetzung für die staatliche Förderung ist aber: Die Wärmepumpe muss im jeweiligen Gebäude eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von mindestens 3,0 erreichen. Diese Effizienz ist heute auch in weniger gut gedämmten Bestandsgebäuden erreichbar, wenn die Anlage fachgerecht geplant und installiert wird. Ihre Buderus Systemexperten beraten Sie gern dazu.

  • Welche Leistung Ihre Wärmepumpe aufbringen sollte, richtet sich nach dem Wärmebedarf Ihres Hauses. Als Faustregel können Sie hier

    • für einen Neubau etwa 0,04 bis 0,06 kW/m2,
    • in einem sanierten Altbau 0,08 kW/m2 und
    • in einem ungedämmten Altbau bis zu 0,12 kW/m2 ansetzen.

    Auch der Warmwasserbedarf sollte bei der Rechnung berücksichtigt werden. Überschlägig addieren Sie hier einfach 0,1 bis 0,3 kW Leistung pro Person. Eine Wärmepumpe muss optimal auf Ihr Haus ausgelegt sein, um günstig, jedoch auch ausreichend zu heizen. Ist sie zu klein dimensioniert, bleibt es im Winter kalt. Ist sie hingegen zu groß, schmälert dies die Wirtschaftlichkeit. Lassen Sie sich diesbezüglich unbedingt von versiertem Fachpersonal beraten.

  • Wärmepumpen sind im Vergleich zu konventionellen Heizsystemen recht wartungsarm sowie weniger verschleißanfällig und folglich günstiger hinsichtlich der Wartung. Es gibt weniger bewegliche Komponenten und es finden keine Verbrennungsprozesse statt. Für eine Grundwasser- oder Erdwärmepumpe reicht ein kurzer jährlicher Check-up. Luft-Wärmepumpen sind etwas wartungsintensiver, da hier der Kältemittelkreislauf (Luft-Wasser) umfangreicher kontrolliert und die Filter (bei Luft-Luft-Modellen) hin und wieder gereinigt oder ausgetauscht werden müssen. Rechnen Sie in allen Fällen mit Kosten von etwa 300 bis 400 € jährlich.

  • Die Lautstärke einer Luft-Wärmepumpe liegt je nach Modell etwa zwischen 30 und 50 Dezibel. Der erste Wert entspricht einem Flüstern, letzterer dem Summen eines Kühlschranks. In unserem Ratgeber zur Lautstärke der Wärmepumpe können Sie mit dem Buderus Sound Tool selbst überprüfen, wie die hoch Schallemission einer Wärmepumpe im Vergleich mit anderen Geräuschquellen ausfällt. Übrigens: Durch gute Planung lässt sich die Schallemission der Wärmepumpe spürbar minimieren. Wählen Sie bei einer Außenaufstellung einen geeigneten Ort, an dem die Geräuschemission der Wärmepumpe sowohl Sie als auch Ihre Nachbarn nicht stört. Oder Sie installieren einen zusätzlichen Schallschutz.

    Ungünstig ist die Aufstellung zwischen Mauern, da diese den Schall kanalisieren und künstlich verstärken. Bei einer Innenaufstellung sollten Sie darauf achten, die Wärmepumpe vom restlichen Baukörper zu entkoppeln. Ein festes Betonfundament und eine untergelegte Gummimatte können ebenfalls helfen. Wenn ein flüsterleiser Betrieb für Sie besonders wichtig ist, erhalten Sie bei Buderus schalloptimierte Wärmepumpen wie die Logatherm WLW196i AR S+ mit SILENT plus Technologie, die auch bei geringerem Abstand zu Nachbargebäuden kaum wahrnehmbar bleibt.

  • Die sogenannte EVU-Sperre („Energieversorgungsunternehmen“) galt bis 2023. Sie erlaubte es Netzbetreibern, steuerbare Verbraucher wie Wärmepumpen, die mit einem Wärmepumpen-Stromtarif liefen, bis zu dreimal täglich für jeweils zwei Stunden zu sperren, um die Stromversorgung auch zu Spitzenlastzeiten sicherzustellen. Seit 2024 werden Wärmepumpen aber nicht mehr vollständig gesperrt, sondern nur noch „gedimmt“. Das bedeutet, dass deren Leistung auf 4,2 kW herabgeregelt werden darf. In den meisten Fällen ist nun auch vorgeschrieben, dass Wärmepumpen steuerbar sein müssen. Allerdings zahlen betroffene Verbraucher während der Leistungsreduzierung dafür auch niedrigere Netzentgelte. Wärmepumpen mit Pufferspeicher können diese Phasen gänzlich ohne Komforteinbußen überbrücken.