Ratgeber zur Wallbox-Installation

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Der Ratgeber zur Wallbox-Installation von Buderus bietet umfassende Informationen über die technischen und rechtlichen Voraussetzungen für die Installation einer Ladestation für Elektrofahrzeuge. Zentrale Aspekte sind die erforderliche Leistung des Stromnetzes und die Notwendigkeit einer eigenen Absicherung im Sicherungskasten. Es wird zwischen Wallboxen mit 11 kW und 22 kW Ladeleistung unterschieden, wobei die Installation durch einen eingetragenen Elektrofachbetrieb erfolgen muss, um rechtliche Risiken zu vermeiden.

Geeignete Installationsorte sind Garagen, Carports und überdachte Stellplätze, wobei die Positionierung der Wallbox für eine einfache Nutzung wichtig ist. In Mietwohnungen haben Mieter seit 2020 einen Rechtsanspruch auf die Installation, müssen jedoch ihre Vermietung informieren und einen Installationsplan vorlegen. Die Kosten für die Installation variieren je nach Aufwand und örtlichen Gegebenheiten und können zwischen 500 und 6.000 Euro liegen.

Zusätzlich wird auf die Notwendigkeit von Versicherungsschutz hingewiesen, der bei unsachgemäßer Installation erlöschen kann. Der Ratgeber warnt auch vor häufigen Fehlern, wie der falschen Dimensionierung der Wallbox und der Wahl eines ungeeigneten Installationsorts. Schließlich werden Möglichkeiten zur Nutzung von Solarstrom und steuerliche Einsparpotenziale bei der Installation angesprochen.

Wallbox-Installation: So gelingt Ihr Wallbox-Anschluss sicher und effizient

Welche technischen und rechtlichen Voraussetzungen müssen Sie erfüllen, um eine Ladestation zu installieren, welcher Ort eignet sich und wie aufwändig ist die Montage? Alles für eine gelungene Installation Ihrer eigenen Wallbox erfahren Sie im Ratgeber von Buderus.

 

Welche Voraussetzungen müssen für eine Wallbox-Installation erfüllt sein?

Die wichtigsten Voraussetzungen betreffen die Kapazitäten Ihres Stromnetzes: Eine stationäre Wallbox benötigt einen ausreichend dimensionierten elektrischen Anschluss, der die erforderliche Leistung dauerhaft bereitstellen kann. Die zwei gängigsten Wallbox-Typen  sind:

  • Wallboxen mit 11 Kilowatt (kW) Ladeleistung sind am weitesten verbreitet, eignen sich für alle Elektrofahrzeuge und ziehen im Betrieb bei Drehstrom etwa 16 Ampere (400 Volt).
  • Wallboxen mit 22 kW Leistung laden E-Autos doppelt so schnell wie 11-kW-Modelle und eignen sich für Fahrzeuge mit sehr großen Batterien. Sie ziehen 32 Ampere bei Drehstrom (400 Volt).

Ihr Installationsbetrieb prüft die Bedingungen vor Ort. 11-kW-Wallboxen lassen sich üblicherweise problemlos installieren. Auch für 22-kW-Wallboxen sind oft genügend Leistungsreserven vorhanden, allerdings holt der Installationsbetrieb zunächst die Genehmigung für die Installation beim zuständigen Netzbetreiber ein.

  • Die meisten Einfamilienhäuser in Deutschland verfügen über einen auf 35 Ampere ausgelegten Hausanschluss. Das entspricht einer maximalen Anschlussleistung von etwa 24 kW. Ältere Gebäude haben teilweise nur 25 Ampere (circa 17 kW), neuere oder größere Häuser mitunter 63 Ampere (circa 43 kW). Eine 11-kW-Wallbox beansprucht damit knapp die Hälfte der verfügbaren Leistung eines Standard-Hausanschlusses mit 35 Ampere. In der Praxis ist das meist unproblematisch, da nicht alle Verbraucher im Haushalt gleichzeitig unter Volllast laufen. Dennoch sollten Sie bei der Planung berücksichtigen, dass während des Ladevorgangs andere stromintensive Geräte wie Wärmepumpe , Elektroherd oder Wäschetrockner die verfügbare Leistung zusätzlich beanspruchen.

     

Genügend freie Steckplätze im Sicherungskasten nötig

Jede Wallbox benötigt eine eigene Absicherung im Sicherungskasten, für die noch genügend Platz vorhanden sein muss. Andernfalls ist es nötig, den Sicherungskasten gegen ein größeres Modell auszutauschen. Sie benötigen einen Leitungsschutzschalter (LS-Schalter), der die Leitung vor Überlastung und Kurzschluss schützt, sowie einen Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter). Dieser schützt vor gefährlichen Fehlerströmen, die bei Isolationsfehlern oder Beschädigungen auftreten können.

  • Man unterscheidet zwischen FI-Schutzschaltern vom Typ A und Typ B. Typ-B-Schutzschalter erkennen auch Gleichfehlerströme, die (theoretisch) beim Laden von Elektrofahrzeugen entstehen können, sind jedoch deutlich teurer als Typ-A-Schutzschalter. Die Buderus Logavolt WLS11i P+ verfügt jedoch über einen integrierten DC-Fehlerstromschutz, der Gleichfehlerströme erkennt und die Wallbox bei Bedarf abschaltet. Darum genügt die Installation eines günstigen FI-Schutzschalters vom Typ A in Ihrem Sicherungskasten.

Rechtliche und administrative Voraussetzungen

Die Installation einer Ladestation für Ihr Elektroauto darf ausschließlich ein eingetragener Elektrofachbetrieb durchführen. Eigeninstallationen sind nicht zulässig und können zum Erlöschen des Versicherungsschutzes sowie zu Haftungsrisiken führen. Der Fachbetrieb übernimmt in der Regel auch die Anmeldung beim Netzbetreiber und hält alle technischen Normen ein. Denn seit März 2019 besteht in Deutschland eine Anmeldepflicht für alle Wallboxen beim örtlichen Netzbetreiber, unabhängig von ihrer Leistung . Der Netzbetreiber muss über die geplante Installation informiert werden, damit er die Auswirkungen auf das lokale Stromnetz bewerten kann. Wallboxen mit einer Ladeleistung über 11 kW sind darüber hinaus genehmigungspflichtig. Alle Hintergründe lesen Sie in unserem Ratgeber zum Anmelden der Wallbox .

Wo können Sie eine Wallbox installieren? Geeignete Installationsorte im Überblick

Grundsätzlich können Sie eine Wallbox überall dort installieren, wo ein elektrischer Anschluss realisierbar ist und Ihr Fahrzeug sicher steht. Allerdings gibt es je nach Wohnsituation mitunter einige Besonderheiten zu beachten.

Installation auf dem eigenen Grundstück

Die gängigsten Orte für die Montage einer Wallbox sind Garagen, Carports und überdachte Stellplätze. Eine Installation in der Garage bietet den Vorteil, dass die Wallbox vor Witterungseinflüssen geschützt ist und der Leitungsweg zum Sicherungskasten kurz bleibt – das reduziert nicht nur die Installationskosten, sondern auch Spannungsverluste.

Bei der Positionierung sollten Sie darauf achten, dass das Ladekabel bequem zum Ladeanschluss Ihres Fahrzeugs reicht, ohne dass es über den Boden schleift oder eine Stolpergefahr darstellt. Die meisten Wallboxen sind mit Kabellängen zwischen 5 und 7,5 Metern ausgestattet.

Auch eine Außeninstallation an der Hauswand oder auf dem Stellplatz ist möglich, sofern die Wallbox über eine ausreichende Schutzklasse verfügt. Die Buderus Logavolt WLS11i P+ verfügt beispielsweise über die Schutzart IP54, schützt also die Elektronik vor Spritzwasser und Staub, wodurch sie sich sowohl für Innen- als auch für Außeninstallationen eignet. Bei Außeninstallationen sollten Sie jedoch darauf achten, dass die Wallbox nicht direkter Sonneneinstrahlung oder extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist, da dies die Lebensdauer jedweder Elektronik beeinträchtigen kann.

Optimal ist eine Wallbox-Montage in etwa 1,20 bis 1,50 Meter Höhe. Das ermöglicht eine komfortable Bedienung und verhindert, dass das Ladekabel auf dem Boden aufliegt.

Wallbox-Installation bei Mietwohnungen

In Mietwohnungen haben Sie gemäß Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz (WEMoG) seit 2020 einen Rechtsanspruch auf die Installation einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Ihre Vermietung bzw. Hausverwaltung kann aber Mitsprache bei der Art und Weise der Umsetzung einfordern, etwa hinsichtlich des genauen Ortes, an dem Sie die Wallbox anschließen dürfen, oder der Verlegung der Leitungen. Sie müssen Ihre Vermietung schriftlich über Ihr Vorhaben informieren und einen konkreten Installationsplan vorlegen. Die Kosten für Anschaffung und Installation der Wallbox   tragen Sie selbst. Auch die laufenden Stromkosten gehen zu Ihren Lasten, weshalb ein separater Stromzähler sinnvoll ist.

Beim Auszug kann Ihre Vermietung den Rückbau der Wallbox verlangen. Klären Sie diese Frage am besten vorab schriftlich, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden. Alle weiterführenden Fragen beantwortet unser Ratgeber zur Wallbox in der Mietwohnung .

Wallbox-Montage in Eigentümergemeinschaften

Auch in Wohnungseigentümergemeinschaften gilt grundsätzlich ein Rechtsanspruch auf die Installation einer Wallbox. Die Gemeinschaft kann die Installation nicht ablehnen, hat jedoch ein Mitspracherecht bei der Ausgestaltung.

In der Praxis beschließt die Eigentümerversammlung die Installation der Wallbox und klärt dabei gemeinsam die technischen und organisatorischen Fragen: Montageort, Stromversorgung, Kosten und dergleichen. Die Kosten für gemeinschaftlich genutzte Infrastruktur (etwa Zuleitungen im Objekt) sind auf alle Eigentümer umlegbar, während die Kosten für die individuelle Wallbox und deren Anschluss natürlich Sie allein zu tragen haben.

Möchte die Eigentümergemeinschaft mehrere Ladestationen installieren, etwa in einer Tiefgarage, ist häufig ein Lastmanagementsystem erforderlich. Dieses verteilt die verfügbare Leistung intelligent auf die einzelnen Ladepunkte und verhindert eine Überlastung des Hausanschlusses. 

Mit welchem Installationsaufwand müssen Sie rechnen?

Der Aufwand und die Kosten für die Wallbox-Installation hängen maßgeblich von den örtlichen Gegebenheiten ab. Entscheidend sind die Entfernung zwischen Sicherungskasten und Installationsort, bauliche Hindernisse sowie die Kapazität des bestehenden Hausanschlusses. Rechnen Sie mit Kosten von etwa 500 bis 1.000 €. In aufwändigen Extremfällen können 6.000 € oder mehr für die Installation fällig werden.

 

Idealszenario: geringe Installationsaufwände

Im günstigsten Fall befindet sich der geplante Installationsort in unmittelbarer Nähe zum Sicherungskasten – etwa in einer Garage, die direkt an den Hausanschlussraum grenzt. Die Entfernung beträgt weniger als 10 Meter, es sind keine Wanddurchbrüche erforderlich, und die Leitungsverlegung erfolgt oberflächlich in Kabelkanälen. Die Installation beschränkt sich auf folgende Arbeiten:

  • Verlegung der Zuleitung vom Sicherungskasten zur Wallbox
  • Installation von Leitungsschutz- und FI-Schutzschalter im Sicherungskasten
  • Montage der Wallbox an der Wand mittels Bohrungen für Dübel und Schrauben
  • Anschluss, Inbetriebnahme der Wallbox und ggf. Ersteinrichtung der Steuerungs-App durch den Fachbetrieb
  • Einweisung in die Bedienung und Testladung
  • Aushändigung des Installationsprotokolls

Der Zeitaufwand liegt bei etwa 2 bis 4 Stunden. Die Installationskosten bewegen sich in diesem Fall zwischen 400 und 600 €, abhängig vom Stundensatz des Fachbetriebs und der Region.

 

Übliches Szenario: mittlere Installationsaufwände

Oft liegt der Installationsort weiter vom Sicherungskasten entfernt. Bei Entfernungen zwischen 10 und 25 Metern sind längere Leitungen erforderlich, die das Montagepersonal durch Wände führen oder in Kabelkanälen verlegen muss. Mitunter ist ein Wanddurchbruch durch die Außenwand notwendig, um die Leitung vom Keller zur Garage zu führen. In solchen Fällen kommen folgende Arbeiten zu Montage, Anschluss und Inbetriebnahme der Wallbox hinzu:

  • Kernbohrung oder Mauerdurchbruch (Durchmesser ca. 50–80 mm)
  • Verlegung längerer Leitungen mit größerem Querschnitt (4 oder 6 mm²)
  • Installation von Kabelkanälen oder Leerrohren
  • Verschließen und Verputzen von Durchbrüchen

Der Zeitaufwand steigt auf 4 bis 6 Stunden. Die Installationskosten liegen zwischen 800 und 1.000 €.

 

Außergewöhnliches Szenario: hohe Installationsaufwände

In ungünstigen Fällen – etwa bei einem freistehenden Carport auf der gegenüberliegenden Seite des Grundstücks oder bei unzureichender Kapazität des Hausanschlusses – können erhebliche zusätzliche Arbeiten neben der bloßen Montage und Inbetriebnahme erforderlich sein. Zu den aufwendigsten Maßnahmen zählen:

  • Erdarbeiten und Tiefbau für die Verlegung von Erdkabeln über Distanzen von 30 Metern oder mehr
  • Erweiterung oder Verstärkung des Hausanschlusses durch den Netzbetreiber
  • Installation einer Unterverteilung oder eines separaten Zählerschranks
  • Aufwendige Verlegearbeiten durch mehrere Räume oder Etagen

In solchen Fällen kann der Zeitaufwand mehrere Tage betragen, und die Installationskosten steigen auf 3.000 bis 6.000 € oder mehr.

  • Eine sorgfältige Standortwahl kann die Installationskosten erheblich senken. Lassen Sie sich daher von einem Buderus Fachbetrieb in Ihrer Nähe beraten, welcher Standort technisch und wirtschaftlich am sinnvollsten ist. So sichern Sie sich niedrige Kosten und hohen Komfort bei der Installation Ihrer Wallbox. 

Welchen Versicherungsschutz brauchen Sie bei einer Wallbox-Installation?

Eine fachgerecht installierte Wallbox ist in der Regel über Ihre Wohngebäudeversicherung mitversichert, sofern sie fest mit dem Gebäude verbunden ist. Schäden an der Wallbox durch Feuer, Blitzschlag, Sturm oder Leitungswasser sind damit abgedeckt. Auch Ihre Haftpflichtversicherung sollten Sie informieren, insbesondere wenn Sie Ihren Anschluss über das Wallbox-Sharing  anderen Personen zur Verfügung stellen (etwa Mietparteien oder Gästen). Bei durch die Wallbox verursachten Schäden an Personen oder Fahrzeugen greift Ihre Haftpflicht.

Natürlich müssen Sie Ihre Versicherungen über die Installation informieren. Einige Versicherer verlangen nur eine Meldung, andere passen den Beitrag geringfügig an. Klären Sie vorab, ob Ihre Police die Wallbox automatisch einschließt oder ob Sie eine Erweiterung benötigen.

Wichtig: Wenn die Installation nicht fachgerecht erfolgt oder von einem nicht qualifizierten Betrieb durchgeführt wurde, kann der Versicherungsschutz erlöschen. Beauftragen Sie daher ausschließlich eingetragene Elektrofachbetriebe und lassen Sie sich das Installationsprotokoll aushändigen.

Welche Fehler sollten Sie bei der Wallbox-Installation vermeiden?

Ein typischer Fehler ist die falsche Dimensionierung der Wallbox: Die Denkweise „mehr Leistung = besser“ trifft bei Wallboxen nicht zu. Zwar lädt eine 22-kW-Wallbox doppelt so schnell wie ein 11-kW-Modell, das nützt Ihnen aber nichts, wenn Ihr Fahrzeug mit maximal 11 kW laden kann. Und genau das trifft auf die meisten Elektroautos zu. Nur wenige Modelle können 22 kW nutzen. Eine 22-kW-Wallbox ist nicht nur teurer in der Anschaffung, sondern verursacht auch höhere Installationskosten durch dickere Leitungen und stärkere Absicherungen. Prüfen Sie daher vorab, welche Ladeleistung Ihr Fahrzeug tatsächlich unterstützt.

Ein weiterer Planungsfehler ist die Wahl eines ungeeigneten Installationsorts. Installieren Sie die Wallbox nicht unbedacht da, wo eben gerade Platz ist, sondern berücksichtigen Sie die Parkposition des Fahrzeugs, die Kabellänge und mögliche zukünftige Erweiterungen wie einen Zweitwagen. Das Kabel sollte bequem zum Ladeanschluss reichen, ohne dass es über den Boden schleift oder spannt.

MangelndeZukunftsplanung ist generell problematisch. Wer heute eine Wallbox ohne Smart-Home-Anbindung oder Vorbereitung für  PV-Überschussladen installiert, verpasst Einsparpotenziale. Hochwertige Wallboxen wie die Buderus Logavolt WLS11i P+ sind für die Integration in Energiemanagementsysteme vorbereitet und können mit Photovoltaikanlagen kommunizieren. Für die Buderus Wallbox benötigen Sie zusätzlich den Bosch Power Meter PM5000, der in Ihrem Sicherungskasten eingebaut wird. So laden Sie Ihr Fahrzeug bevorzugt dann, wenn Ihre PV-Anlage Überschussstrom produziert, was die Stromkosten erheblich senkt.

 

Technische Fehler, die die Ladeleistung einer Wallbox beeinträchtigen

Sind die Leitungsquerschnitte zu gering dimensioniert, entstehen Spannungsabfälle und Wärmeverluste. Im Extremfall überhitzt die Leitung und verursacht einen Brand. Darum gilt:

  • Für 11-kW-Wallboxen und Leitungslängen bis 10 Meter genügt ein Querschnitt von mindestens 2,5 mm²; bei längeren Strecken sind 4 mm² oder mehr notwendig.
  • Für eine Wallbox mit 22 kW ist ein Anschluss mit mindestens 6 mm², besser noch 10 mm² erforderlich.

Eine unzureichende Absicherung (durch ungeeignete Schutzschalter) kann dazu führen, dass die Sicherungen beim Laden mit maximaler Leistung auslösen. Die Absicherung muss exakt auf die Wallbox und die Leitung abgestimmt sein.

  • Für 11-kW-Wallboxen ist ein 16-A-Leitungsschutzschalter Standard.
  • Für 22-kW-Wallboxen ist ein 32-A-Schutzschalter nötig.

 

Rechtliche Fallstricke, welche die Wallbox-Installation rechtswidrig machen können

Die Wallbox-Installation ohne Anmeldung beim Netzbetreiber ist rechtswidrig und kann zu erheblichen Sicherheitsrisiken im Stromnetz führen. Prüfen Sie daher ggf., ob Ihr Elektroinstallationsbetrieb alle Formalitäten erledigt hat. Ihr zuständiger Netzbetreiber muss über ausnahmslos jede Wallbox informiert sein, damit er die Auswirkungen auf das Netz bewerten kann. Unterlassen Sie die Anmeldung, riskieren Sie die Stilllegung Ihrer Wallbox; im Schadensfall droht der Verlust des Versicherungsschutzes, und gewerbliche Betriebe können bei Produktionsausfällen Entschädigungen einfordern.

Außerdem dürfen Sie selbstverständlich nicht selbst und ohne Fachqualifikation eine Wallbox in Ihrem Zuhause installieren. Ausschließlich ein eingetragener Elektrofachbetrieb darf die Installation einer Wallbox durchführen. Holen Sie zudem in Mietwohnungen und Eigentümergemeinschaften die nötigen Einwilligungen ein, denn sonst kann ein Rückbau auf Ihre Kosten verlangt werden.

Welche Voraussetzungen gelten für mobile Wallboxen?

Für mobile Wallboxen gelten die Voraussetzungen wie für fest installierte, denn ob stationär oder mobil, eine Ladeeinrichtung für Fahrzeuge zieht grundsätzlich sehr große Mengen Strom aus der Leitung. Mobile Ladestationen benötigen darum ebenfalls einen geeigneten Stromanschluss – herkömmliche Schuko-Haushaltssteckdosen sind nicht geeignet. Mobile Ladegeräte werden üblicherweise an CEE-Steckdosen (Camping- oder Industriesteckdosen) angeschlossen, die für Dauerlasten ausgelegt sind.

Für eine sichere Nutzung mobiler Ladestationen mit höherer Leistung (11 kW oder 22 kW) ist eine CEE-Steckdose mit 16 Ampere bzw. 32 Ampere erforderlich. Diese muss ein Fachbetrieb installieren und mit einem eigenen Stromkreis sowie entsprechenden Schutzeinrichtungen absichern.

Wie nutzen Sie eigenen Solarstrom für die Wallbox?

Wenn Sie Ihr Elektroauto mit selbst erzeugtem Solarstrom laden möchten, benötigen Sie zusätzliche Komponenten: Damit beispielsweise die Buderus Logavolt WLS11i P+ den Überschussstrom Ihrer Photovoltaikanlage nutzen kann, ist die Installation des Bosch Power Meter PM5000 erforderlich. Der PM5000 ist ein kompakter Energiezähler, der in Ihrem Zählerschrank installiert wird und Ihren Stromverbrauch, Ihren Netzstrombezug, die Stromerzeugung durch die PV-Anlage sowie die Einspeisung ins öffentliche Netz misst. Diese Daten übermittelt er an die Wallbox, die in Echtzeit erkennt, wie viel Solarstrom-Überschuss gerade verfügbar ist, worauf sie die Ladeleistung entsprechend anpasst.

Tipp: Wenn Sie besser verstehen möchten, wie eine Wallbox grundsätzlich funktioniert, hilft Ihnen unser gut verständlicher Ratgeber zur Funktion der Wallbox  weiter.

Gibt es Förderungen und Einsparpotenziale bei der Installation einer Wallbox?

Es gibt leider keine bundesweite Förderung für Wallboxen mehr. Allerdings plant die Bundesregierung im Jahr 2026 ein neues Förderprogramm für Mehrparteienhäuser. Zudem bieten einige Bundesländer, Kommunen und Energieversorger eigene Förderprogramme an. Informieren Sie sich bei Ihrer Stadt oder Gemeinde sowie bei Ihrem Stromversorger über aktuelle regionale Zuschüsse. Beachten Sie auch unbedingt die Möglichkeit, 20 % der Handwerkerkosten für die Wallbox-Installation von der Steuer abzusetzen. Sie haben hier einen steuerlichen Vorteil von bis zu 1.200 € pro Steuerjahr. Alle weiteren Hintergründe zu den direkten und indirekten Einsparpotenzialen lesen Sie in unserem Ratgeber zur Förderung der Wallbox .

  • Die Buderus Wallbox Logavolt WLS11i P+ ist eine leistungsstarke 11-kW-Ladestation, die speziell für die Integration in Photovoltaikanlagen optimiert wurde. Sie vereint Sicherheit, Komfort und Wirtschaftlichkeit in einem kompakten Gerät:

    • PV-Optimierung: Automatische 230-V-/400-V-Phasenumschaltung für optimales Laden mit Solarstrom-Überschuss
    • Smart Home ready: Vorbereitet für die Integration in den Buderus Energiemanager MyEnergyMaster , steuerbar über die MyBuderus App für Android und iOS
    • 11 kW Ladeleistung: Optimal für fast alle Elektrofahrzeuge, keine Genehmigungspflicht beim Netzbetreiber
    • Integrierter DC-Fehlerstromschutz: Spart 200 bis 400 € bei der Installation, da ein kostengünstiger FI-Typ A ausreicht
    • Schutzklasse IP54: Geeignet für Innen- und Außeninstallation, geschützt vor Spritzwasser und Staub
    • 7,5 Meter Ladekabel: Ausreichend Flexibilität bei der Fahrzeugpositionierung
    • RFID-Zugangskontrolle: Zwei RFID-Karten im Lieferumfang für sicheren Zugriff
    • Kompaktes Design: Komfortable Montage dank mitgelieferter Montageschablone

    Die Logavolt WLS11i P+ eignet sich besonders für Hausbesitzer, die bereits eine Photovoltaikanlage betreiben oder eine solche planen. Durch die intelligente Steuerung lädt sie Ihr Fahrzeug bevorzugt dann, wenn Ihre PV-Anlage Überschussstrom produziert, was Ihre Stromkosten erheblich senkt und die Eigenverbrauchsquote erhöht.

    Bereit für Ihre Wallbox? Finden Sie jetzt einen Fachbetrieb in Ihrer Nähe.

     

Häufig gestellte Fragen zur Wallbox-Installation

  • Die Buderus Logavolt WLS11i ist mit kompakten Abmessungen von 488 mm Höhe, 368 mm Breite und 152 mm Tiefe konzipiert. Mit einem Gewicht von rund 6,5 kg lässt sie sich problemlos an den meisten Wänden montieren. Bedenken Sie aber, dass Sie für die Installation mehr Platz einplanen als die reine Gehäusegröße: Lassen Sie zu beiden Seiten Mindestabstände von 900 mm, und nach vorn 1.500 mm. Diese Abstände sind wichtig, damit Sie das 7,5 m lange Ladekabel bequem handhaben können und ausreichend Bewegungsfreiheit beim Ein- und Ausstecken haben. Planen Sie zudem die Montagehöhe so, dass die Ladekupplung bequem erreichbar ist – üblicherweise zwischen 1,20 und 1,50 m über dem Boden, abhängig von der Position der Ladebuchse Ihres Fahrzeugs.

  • Ja, das Ladekabel der Buderus Wallbox Logavolt WLS11i P+ bietet Ihnen eine sehr flexible Handhabung. Sie müssen nicht befürchten, dass es sich verwindungssteif verhält und bei der Nutzung ungewollt gegen das Fahrzeug ausschlägt. Die Flexibilität des Ladekabels ist vergleichbar mit der eines üblichen Staubsaugerkabels.

  • Ja, Wallboxen können insbesondere während des Ladevorgangs geringfügige Schallemissionen erzeugen. Moderne Wallboxen sind auf einen leisen Betrieb ausgelegt, aber nicht komplett geräuschlos. Die Lautstärke liegt in der Regel zwischen 40 und 55 Dezibel, was in etwa der Lautstärke eines Kühlschranks, eines leisen Gesprächs oder leiser Radiomusik entspricht. Viele Wallboxen haben eingebaute Lüfter, um die Elektronik zu kühlen. Diese erzeugen ein surrendes oder brummendes Geräusch. Aber auch das Fahrzeug selbst kann während des Ladevorgangs Geräusche verursachen, zum Beispiel durch die Kühlung der Batterie. Im Stand-by-Modus sind Wallboxen in der Regel geräuschlos. Da keine aktive Ladung stattfindet, sind die Leistungselektronik und die Lüfter nicht in Betrieb. Einige Modelle haben möglicherweise ein sehr leises elektronisches Summen, das aber kaum wahrnehmbar ist.

Zuletzt geändert am: 12.06.2026