Zuletzt geändert am 20.08.2026
Nach Einschätzung der meisten Klimaforscher und Metereologen stehen uns in Zukunft häufiger Zeiten mit überdurchschnittlicher Hitze bevor. Das erhöht zunehmend den Stellenwert der Klimatisierung des Wohnraums für den Komfort und auch die Gesundheit. Letzteres gilt insbesondere für Personen mit geschwächtem Kreislauf und für ältere Menschen: Sie leiden stark unter überhöhten Temperaturen.
Allerdings kann eine Klimaanlage den Stromverbrauch eines Gebäudes erhöhen. Eine Alternative ist die passive Kühlung mit Wärmepumpen. Diese Möglichkeit kommt insbesondere in Verbindung mit Erd- und Grundwasserwärmepumpen zum Einsatz.
Wärmepumpen zum Kühlen nutzen.
Voraussetzung für den Ersatz zur Klimaanlage ist eine Erdwärmepumpe oder Grundwasserwärmepumpe . Dann lässt sich die Fußbodenheizung zur Kühlung nutzen. Für Luft-Wärmepumpen ist dagegen je nach System auch eine aktive Kühlung möglich. Mit einer Wärmepumpe zu kühlen liegt nahe. Schließlich sind die Geräte von ihrem Funktionsprinzip her eigentlich Kältemaschinen. Sie arbeiten nach demselben Prinzip wie Kühlschränke oder Klimaanlagen.
Wie funktioniert die Kühlung mit einer Wärmepumpe?
Wärmepumpen erzeugen die Wärme nicht im eigentlichen Sinn, sondern transportieren sie zwischen verschiedenen Systemen. Im Kühlbetrieb wird dieser Prozess umgekehrt: Die Wärmepumpe entzieht dem Innenraum Wärme und führt sie an die Umgebung ab.
Dafür wird der Kältekreislauf entsprechend umgekehrt. Das System nimmt Wärme aus dem Innenraum auf und gibt sie an die Umgebung ab. Diese Möglichkeit besteht bei vielen Wärmepumpenheizungen, die für den Kühlbetrieb ausgelegt sind.
Dafür sind insbesondere Luft-Wärmepumpen oft mit Fancoils, Klimageräten zur dezentralen Raumtemperierung, und Gebläsekonvektoren ausgestattet. Auch die Nutzung der Fußbodenheizung zur aktiven Kühlung ist möglich, sofern das System dafür ausgelegt ist. Ein wichtiger Aspekt ist, dass die Wärmepumpe für diese Funktion Strom verbraucht . Eine weitere Möglichkeit ist die passive Kühlung mit Wärmepumpen, die über diese Funktion verfügen.
Aktive oder passive Kühlung mit der Wärmepumpe?
Bei der aktiven Kühlung arbeitet die Wärmepumpe mit dem Kältekreislauf, um Wärme aus dem Gebäude abzuführen. Dafür wird elektrische Energie benötigt. Welche Kühlleistung erreicht werden kann, hängt unter anderem vom Wärmepumpensystem und der Auslegung der Wärmeübertragung im Gebäude ab.
Bei der passiven Kühlung wird dagegen die Temperatur des Erdreichs oder Grundwassers genutzt. Der Verdichter der Wärmepumpe bleibt dabei ausgeschaltet; lediglich die Umwälzpumpe benötigt elektrische Energie. Diese Art der Kühlung ist insbesondere mit Erd- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen möglich.
Die passive Kühlung kann über eine Fußbodenheizung oder andere geeignete Heizflächen erfolgen. Die Wärme aus den Räumen wird dabei über den Heizkreis aufgenommen und an das kühlere Erdreich beziehungsweise Grundwasser abgegeben. Welche Kühlmöglichkeit für ein Gebäude geeignet ist, hängt von der Wärmepumpe, dem Wärmeverteilsystem und den baulichen Voraussetzungen ab.
Häufig gestellte Fragen zum Kühlen mit Wärmepumpen:
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Ja, geeignete Wärmepumpen können auch zur Kühlung von Wohnräumen eingesetzt werden. Dabei wird zwischen aktiver und passiver Kühlung unterschieden. Welche Variante möglich ist, hängt von der Wärmepumpe und der technischen Auslegung des Heizsystems ab.
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Ja, eine entsprechend ausgelegte Fußbodenheizung kann zur Kühlung genutzt werden. Bei der passiven Kühlung nimmt sie Wärme aus den Räumen auf und führt diese über den Heizkreis an das Erdreich oder Grundwasser ab. Voraussetzung ist, dass Wärmepumpe, Fußbodenheizung und Regelung für den Kühlbetrieb geeignet sind.
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Der Stromverbrauch hängt unter anderem von der Art der Kühlung, der Wärmepumpe, der gewünschten Raumtemperatur und den Betriebsbedingungen ab. Bei der aktiven Kühlung benötigt die Wärmepumpe Strom für den Betrieb des Kältekreislaufs. Bei der passiven Kühlung bleibt der Verdichter ausgeschaltet, sodass hauptsächlich die Umwälzpumpe elektrische Energie benötigt.
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Bei der aktiven Kühlung nutzt die Wärmepumpe ihren Kältekreislauf, um Wärme aus dem Gebäude abzuführen. Bei der passiven Kühlung wird dagegen die niedrigere Temperatur des Erdreichs oder Grundwassers genutzt. Der Verdichter bleibt dabei ausgeschaltet. Welche Kühlart möglich ist, hängt von der Wärmepumpe und der Auslegung des Heizsystems ab.