Ratgeber Wärmepumpe

Welche Lautstärke erzeugt der Betrieb einer Wärmepumpe?

Wärmepumpen erzeugen im Betrieb Geräusche und können je nach genutzter Wärmequelle und Technik unterschiedlich laut sein. Gerade in Ballungsräumen und bei kleinen Grundstücken können hier Probleme mit dem Lärmschutz auftreten. Buderus verrät Ihnen alles Wissenswerte zur Lautstärke von Wärmepumpen.

Wie viel Lärm verursachen Wärmepumpen?

Wärmepumpen sind zwischen 30 - 60 dB laut. Insgesamt ist die Lautstärke von verschiedenen Kriterien abhängig: Zum einen ist hierbei die Heizleistung des Gerätes zu nennen. Eine leistungsstärkere Wärmepumpe kann unter Umständen auch lauter im Betrieb sein. Der gewählte Aufstellungsort spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Inneninstallationen oder Split-Wärmepumpen sind dabei die nach außen hin leiseren Wärmepumpen, Außenaufstellungen in der Regel etwas lauter. Das wohl wichtigste Kriterium ist jedoch die genutzte Wärmequelle bzw. die zur Nutzung nötige Technik. So produzieren Luft-Luft- und Luft-Wasser-Wärmepumpen aufgrund der verbauten Ventilatoren deutlich mehr Lärm als etwa Erd- und Grundwasserwärmepumpen.

Was muss ich bezüglich Schallschutz bei meiner Wärmepumpe beachten?

Das Wissen um die Geräuschemission ist wichtig, denn in Deutschland existieren verschiedene Grenzwerte für die Lautstärke von Wärmepumpen.

  • So dürfen sie in Kern-, Misch- und Dorfgebieten tagsüber nur 60 Dezibel laut Bewertungskurve A (dB(A)) und nachts maximal 45 dB(A) emittieren.
  • In allgemeinen Wohngebieten und Kleinsiedlungsgebieten beträgt die Grenze 55 dB(A) am Tag und 40 dB(A) in der Nacht.
  • In Kurgebieten und der Nähe von Krankenhäusern und Pflegeheimen dürfen Werte von 45 dB(A) tags und 35 dB(A) nachts nicht überschritten werden.

Wie lassen sich die Geräusche der Wärmepumpe verringern?

Damit die Betriebsgeräusche der Wärmepumpe nicht von einem selbst als störend empfunden werden, vor allem aber, um Streitigkeiten mit den Nachbarn zu vermeiden, sollten Sie bzw. der beauftragte Handwerker einige Dinge bei der Installation beachten. Die Lautstärke einer Wärmepumpe für das Innere des Hauses lässt sich allein schon dadurch senken, dass das Gerät nicht in leeren Räumen oder auf schallharten Böden wie etwa Fliesen aufgestellt wird. Auch vom Rest der Bausubstanz sollte es entkoppelt sein. Bei Luft-Wärmepumpen ist ebenfalls darauf zu achten, dass die Luftkanäle richtig dimensioniert sind und die Luftführung gut schallisoliert und wenig verwinkelt ist.

Bei einer im Außenbereich installierten Wärmepumpe sollte dem Schallschutz noch mehr Beachtung geschenkt werden, denn in dieser Situation fühlen sich Nachbarn weitaus eher durch die Geräuschentwicklung gestört. Daher sollten Sie immer versuchen, einen gewissen Mindestabstand zum angrenzenden Grundstück zu wahren. Ist dies nicht möglich, so sollte die Pumpe zumindest auf einer schallschluckenden Rasenfläche errichtet werden, anstatt auf einem schallharten Fundament. Bei Luft-Wärmepumpen sollten Sie außerdem darauf achten, dass das Abluftgebläse nicht auf Wohnräume, sondern besser in Richtung Straße gerichtet ist. Der Luftstrom sollte ebenfalls frei von Behinderungen sein.

Lautstärke von Wärmepumpen im Vergleich

Verschiedene Arten von Wärmepumpen unterscheiden sich in der Lautstärke. Der Lärmschutz ist überwiegend bei Luft-Wärmepumpen ein wichtiges Thema, da diese Außenluft zum Arbeiten ansaugen müssen. Erd- und Grundwasserwärmepumpen erzeugen nahezu keine störenden Geräusche, solange sie korrekt installiert und gewartet werden.

Durchschnittliche Lautstärke in dB(A)

Inneninstallation und Splitgerät Außeninstallation
Luft-Wärmepumpe zwischen 48 und 57 dB(A)* zwischen 56 und 63 dB(A)*
Erdwärmepumpe keine Angabe, wird als vernachlässigbar eingestuft keine Angabe, wird als vernachlässigbar eingestuft
Grundwasserwärmepumpe keine Angabe, wird als vernachlässigbar eingestuft

keine Angabe, wird als vernachlässigbar eingestuft

 

 

*Bei Verdopplung des Abstands zur Schallquelle reduziert sich der Schalldruckpegel in etwa um 6 dB(A).

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Die häufigsten Fragen zur Lautstärke von Wärmepumpen

  • Um die Lautstärke einer Wärmepumpe zu reduzieren, existieren verschiedene Möglichkeiten. Zunächst sollten Sie von einem Sachkundigen, in der Regel der Heizungsinstallateur, eine Standortprüfung durchführen und die Entkopplung der Rohrleitungen prüfen lassen. Der Handwerker kümmert sich für gewöhnlich auch um schallreduzierende Maßnahmen bei bereits errichteten Geräten, etwa durch die Nachrüstung von Isolierungen am Verdichter oder anderen Bauteilen. Einige Schallschutzmaßnahmen können Sie jedoch auch in Eigenregie durchführen: etwa die Errichtung eines Schallschutzwalls oder das Pflanzen einer Hecke um das auf dem Grundstück installierte Gerät herum oder aber das Anbringen von Schallschutz- bzw. Schalldämmplatten, die von diversen Herstellern für diese Zwecke angeboten werden.

  • Ist Ihr Heizsystem normalerweise recht leise im Betrieb und fängt dennoch plötzlich an, laute, störende oder seltsame Geräusche wie ein Brummen oder Klappern von sich zu geben, ist dies ein Hinweis dafür, dass ihre Wärmepumpe, beispielsweise eine Grundwasserwärmepumpe, Probleme oder gar einen Defekt aufweist. Dies betrifft oftmals entweder die Ventile, den Schwingungsdämpfer oder aber das Lüftungssystem einer Luft-Luft- oder Luft-Wasser-Wärmepumpe. In einigen Fällen lässt sich das Problem einfach über eine optimierte Einstellung der Ventile beheben, deren Steuerung für gewöhnlich in der Betriebsanleitung des Gerätes zu finden ist. Bei komplexeren technischen Defekten sollten Sie jedoch immer den Heizungsbauer oder aber den Hersteller der Wärmepumpe kontaktieren!

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