12. März 2013

Strom und Wärme aus der Brennstoffzelle

Buderus stellt mit der Energiezentrale Logapower FC10 eine stromerzeugende Heizung auf Basis der Brennstoffzelle vor

Buderus, eine Marke von Bosch Thermotechnik, präsentiert auf der Weltleitmesse ISH 2013 in Frankfurt mit der Energiezentrale Logapower FC10 ein System zur dezentralen Strom- und Wärmeerzeugung für den Neubau und die Modernisierung. Die auf Basis der Brennstoffzellen-Technologie arbeitende Energiezentrale liefert einen hohen Strom- und Wärmeanteil für Ein- und Zweifamilienhäuser. Mit der Logapower FC10 machen sich Hauseigentümer unabhängiger von Stromanbietern und Energiepreis-Steigerungen. Wird der erzeugte Stromüberschuss in das Stromnetz eingespeist, lässt sich dank der Einspeisevergütung sogar noch Geld verdienen.

Die Energiezentrale Logapower FC10 besteht aus der Brennstoffzellen-Einheit, einem Gas-Brennwertgerät, einem Warmwasserspeicher und einem Pufferspeicher, der die Abwärme aus der Stromerzeugung zwischenspeichert. Sämtliche Komponenten sind modular aufgebaut und in einem Gehäuse vormontiert. Die intelligente Systemregelung sichert das effiziente Zusammenspiel der Geräte, optimiert so Laufzeit und Stromertrag der Brennstoffzelle und trägt zur hohen Strom-Eigennutzung bei.

Im Rahmen des ene.field-Projekts, des größten europäischen Demonstrationsprogramms für brennstoffzellenbasierte Lösungen zur dezentralen Strom- und Wärmeerzeugung, wird Buderus ab 2014 Energiezentralen installieren und so die Markteinführung vorbereiten.

Herzstück der Energiezentrale Logapower FC10 ist eine keramische Festoxid-Brennstoffzelle (Solid Oxide Fuel Cell, SOFC). SOFC-Brennstoffzellen arbeiten bei 700 Grad C und verwenden keramische Materialien im sogenannten Zellstapel. Vorteil: SOFC-Brennstoffzellen sind effizienter und die Wärmeausbeute ist aufgrund der hohen Betriebstemperaturen größer als bei Brennstoffzellen auf Polymerbasis. Mit einem elektrischen Wirkungsgrad von mehr als 40 Prozent gehört die Logapower FC10 zu den effizientesten Systemen zur dezentralen Strom- und Wärmeerzeugung. Im Vergleich hierzu sinkt der CO2-Ausstoß darüber hinaus um bis zu 50 Prozent. Die elektrische Leistung beträgt 0,7 Kilowatt, gemeinsam bringen es die Brennstoffzelle und das angebundene Gas-Brennwertgerät auf eine Nennwärmeleistung von bis zu 25 Kilowatt.

Mit einer Aufstellfläche von nur 0,7 Quadratmetern ist die Logapower FC10 ein kompaktes System, das auch in der Modernisierung zum Einsatz kommen kann. Dank des modularen Aufbaus ist es für Handwerkspartner besonders einfach, die Anlage zu installieren und zu warten. Mit den meisten Komponenten wie Gas-Brennwertgerät, Regelung und Speicher sind die Heizungsfachfirmen vertraut. Die Brennstoffzellen-Einheit ist wartungsarm und erfordert keinen großen Schulungsaufwand.

Hintergrund: Brennstoffzelle Eine Brennstoffzelle wandelt die im Wasserstoff gespeicherte Energie in elektrische Energie um. Der Wasserstoff wird aus dem zugeführten Erdgas gewonnen. Im sogenannten Zellstapel (Stack) reagiert der Wasserstoff zunächst mit dem Sauerstoff der Luft und bildet Wasserdampf als Nebenprodukt. Ein Inverter wandelt anschließend den Gleichstrom in Wechselstrom um und speist ihn ins Stromnetz des Gebäudes ein. Die dabei entstehende Wärme steht für den Heiz- und den Warmwasserkreislauf zur Verfügung.

Pressebilder mit Bildunterschriften

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Datentabelle Energiezentrale Logapower FC10


Die Energiezentrale Logapower FC10 besteht aus der Brennstoffzellen-Einheit, einem Gas-Brennwertgerät, einem Warmwasserspeicher und einem Pufferspeicher.


Alle Komponenten der Energiezentrale Logapower FC10 sind modular aufgebaut und in einem Gehäuse vormontiert.