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Der Heizkreis: So funktioniert die moderne Warmwasser-Heizanlage

Ein Heizkreis beschreibt den Kreislauf, den das Heizungswasser vom Heizkessel über die Heizkörper und zurück nimmt. Ein einfacher Heizkreis besteht aus dem Wärmeerzeuger, der Vorlaufleitung, dem Heizkörper mit optionaler Heizkörperverkleidung  und der Rücklaufleitung. Die Umwälzung des Heizungswassers übernimmt eine Pumpe, die in der Vorlaufleitung platziert ist. Wenn die Rohrleitungen gut isoliert sind und der Heizkreis korrekt hydraulisch abgeglichen ist, versorgt er alle Heizkörper mit gleichem Druck und gleicher Vorlauftemperatur.

In einem komplexeren System versorgt ein Wärmeerzeuger auch mehrere Heizkreise. In bestimmten Fällen ist es sinnvoll und notwendig, einen Kesselkreis und einen Mischerkreis getrennt zu betreiben.

 

Bestandteile des Heizkreises

Zum Heizkreis gehören neben dem Wärmeerzeuger und den Rohrleitungen die Heizflächen mit Heizkörperreglern, Heizkörperthermostaten und Heizkörperventilen. Auch die Pumpe, die das Wasser zirkulieren lässt und der Pufferspeicher gehören dann zum Kessel-Heizkreis.

Ein Mischer-Heizkreis mischt in verschiedenen Fällen Wasser aus Vorlauf und Rücklauf,  um die Temperatur im Heizkreis genau einzustellen. Flächenheizungen und Niedertemperaturheizungen benötigen geringe Vorlauftemperaturen. Zum Vorlauf hinzugefügtes Rücklaufwasser sorgt dafür. Im Mischerkreis zirkuliert dann eine niedrigere Vorlauf-Temperatur als im Kesselkreis.

Verschiedene Wärmeerzeuger brauchen eine ausreichend hohe Temperatur des Rücklaufwassers. Bei der Rücklaufanhebung bringt ein Mischer das kühlere Rücklaufwasser mit Vorlaufwasser auf Solltemperatur, bevor es den Kessel erreicht.

 

Verteilung und Abrechnung: Ein Heizkreis oder mehrere?

Mischsysteme mit Heizkörper und Flächenheizungen treten in sanierten Altbauten häufig auf, etwa bei nachträglicher Installation einer Fußbodenheizung. Dann sind getrennte Heizkreise für Heizkörper und Flächenheizung nötig, da die Wärmeverteilung mit verschiedenen Vorlauftemperaturen und unterschiedlichen Anlaufzeiten erfolgt.

Flächenheizungen teilen sich üblicherweise in zahlreiche Heizkreise für einzelne Räume auf. Ein Heizkreisverteiler steuert die einzelnen Heizkreise einer Fußboden- oder Wandheizung getrennt an und regelt die Raum für Raum bedarfsgerecht. Mehrere Heizkreise liegen auch bei Fernwärme vor, wenn eine Wohnungsstation die Wärme in hydraulisch getrennte Einzelheizkreise einspeist. Getrennte Heizkreise haben den Vorteil, dass sich die bezogene Wärmemenge mit Hilfe eines Wärmemengenzählers exakt messen und abrechnen lässt.

Dagegen besitzen Mehrfamilienhäuser mit vielen Mietparteien meist nur einen Heizkreis, wenn die Wärmeabnahme über klassische Radiatoren erfolgt. Heizkostenverteiler messen dann den Wärmebezug an einzelnen Heizkörpern. So ist auch bei einem einzigen Heizkreis die verbrauchsabhängige Abrechnung für mehrere Nutzergruppen gewährleistet.

 

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