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Brauchwasser: Begriffe und Definitionen bei Buderus

Brauchwasser wird auch als Nutz- oder Betriebswasser bezeichnet. Es kommt bei technischen, gewerblichen, landwirtschaftlichen oder hauswirtschaftlichen Anwendungen zum Einsatz. Brauchwasser ist nach gängiger Definition kein Trinkwasser. Gerade in Privathaushalten ersetzt Trinkwasser jedoch das Brauchwasser, weil sie in der Regel keine getrennten Versorgungskreisläufe besitzen. Es gibt allerdings den Trend, auch im privaten Bereich mehr und mehr Brauchwasser einzusetzen.

Brauchwasser ist meist aufbereitet und erfüllt Mindestanforderungen an die Hygiene. Die Qualität muss genügen, damit keine Schäden an Anlagen und technischen Einrichtungen oder anderweitige Beeinträchtigungen entstehen.

In deutschen Normen und Verordnungen kommt der Begriff Brauchwasser nicht vor, sondern die Bezeichnung Betriebswasser. 

 

 

Trinkwasser ist häufig durch Brauchwasser ersetzbar

Wenn Trinkwasser nicht zur Ernährung, zur Körperpflege oder für die Zubereitung von Nahrungsmitteln verwendet wird, ist es meist durch Brauchwasser ersetzbar. Das birgt Möglichkeiten, weniger Trinkwasser zu verbrauchen. So lässt sich neben Wasser auch Energie sparen, weil die Aufbereitung zu Trinkwasserqualität wesentlich mehr Energie erfordert als die Bereitstellung von geeignetem Brauchwasser.

Für Privathaushalte ist es wichtig zu berücksichtigen, dass mit einem geringeren Trinkwasserverbrauch auch der Umschlag im Leitungssystem sinkt. So erhöht sich das Risiko von Verkeimung im Versorgungskreislauf.

Für Brauchwasser mit höherer Temperatur kommt meist die Warmwasserversorgung zum Einsatz. Nur selten stehen in einem getrennten System eigens Brauchwasserspeicher, Brauchwassermischer, Brauchwasserwärmepumpen oder Solaranlagen zur Herstellung von Solar-Warmwasser zur Verfügung. Eine Kostenersparnis durch getrennte Kreisläufe ergibt sich erst bei großen Objekten mit einem entsprechend höheren Gesamtverbrauch.

 

 

Praktische Nutzung von Brauchwasser im Haushalt

Gewerbliche Verbraucher entnehmen Brauchwasser aus der Natur oder gewinnen es aus ausreichend aufbereitetem Abwasser. Oder sie nutzen beispielsweise einfach Regen, den sie in Zisternen sammeln. Die Kühlung für Kraftwerke benutzt ebenfalls Brauchwasser aus natürlichen Quellen in der Umgebung. Privathaushalte können auch so genanntes Grauwasser aufbereiten, das nur leicht verschmutzt ist.

Praktische Anwendungen im Haushalt sind die Toilettenspülung, die Waschmaschine oder die Bewässerung von Rasen und Gartenpflanzen. Industriell gibt es viele weitere Anwendungen: Zum Beispiel als Kühlmittel für Kraftwerke. Für anspruchsvolle und empfindliche technische Anlagen muss das Brauchwasser zum Teil sehr stark aufbereitet werden und in seltenen Fällen sogar Trinkwasserqualität übersteigen. Etwa für Dampfturbinen, denn hier darf beispielsweise absolut kein Salz in die Anlage gelangen. 

 

 

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