Lexikon

Ausdehnungsgefäß: Druckausgleich in hydraulischen Systemen

Druckausgleich in hydraulischen Systemen

Das Ausdehnungsgefäß sorgt für den notwendigen Druckausgleich in hydraulischen Systemen. Jede Änderungen bei der Temperatur im Heizsystem geht mit einer Volumenänderung einher. Das Ausdehngefäß sorgt auch bei schwankenden Temperaturen für gleichbleibenden Systemdruck.

Die Abkühlung des Wassers im System erzeugt einen Druckabfall. Ohne Ausgleich werden Verbrauchsstellen in höheren Etagen nicht mehr ausreichend versorgt. Kritischer ist ein erhöhter Anlagendruck durch Erwärmung und Ausdehnung des Heizwassers. Rohre, Verbindungen und Druckbehälter können bei hoher Vorlauftemperatur ohne Ausgleich kritischen Schaden erleiden.

Wie funktioniert ein Membran-Ausdehnungsgefäß?

Ein MAG (Membran-Ausdehnungsgefäß) ist ein geschlossener Metallbehälter, der im Inneren durch eine flexible Membran in zwei Hälften geteilt ist. Ein Teil ist mit Wasser gefüllt und mit dem Heizsystem verbunden. Der andere Teil enthält ein komprimierbares Gas, das auf einen bestimmten Druck eingestellt wird. Wenn im System der Druck steigt, komprimiert es das Gas im MAG. Sinkt der Systemdruck, dehnt das Gas sich aus. Am MAG kann auch ein kritischer Überdruck abgebaut werden, indem Gas am Sicherheitsventil austritt.

Die richtige Größe für ein Ausdehnungsgefäß berechnen

Die notwendige Größe des MAG berechnen Sie anhand der höchsten Ausdehnung der Wassermenge im System bei maximaler Temperaturdifferenz. Ein Ausdehngefäß kann allerdings nicht zu groß gewählt werden. Eine hohe Reserve sorgt dafür, dass die Komponente weniger stark beansprucht wird, was eine lange Haltbarkeit garantiert. Die Einstellung des Vordrucks erfolgt auf Grundlage der Parameter des Heizsystems. Der Druck im MAG liegt üblicherweise etwa 0,3 Bar unter dem Systemdruck der Heizungsanlage.

Ein defektes Ausdehnungsgefäß erkennen

Woran lässt sich erkennen, ob das Ausdehnungsgefäß der Heizung defekt ist? Anzeichen für Probleme mit dem MAG sind Druckverlust und ungewöhnliche Druckschwankungen und auch Wasserverlust in der Anlage. Schnelle Klarheit verschafft der Klopftest. Das Ausdehngefäß muss hälftig hohl klingen. Ist das nicht der Fall, überprüfen Sie das Ventil. Tritt statt Gas Heizwasser aus, ist das Gefäß defekt.

Ein beschädigtes MAG muss zeitnah ausgetauscht werden. Häufig kann die Heizanlage auch mit defektem Ausdehngefäß funktionieren. Dabei kommt es aber zu hohen Einbußen beim Wirkungsgrad und es gibt das Risiko von Undichtheiten und schweren Folgeschäden am Rohrnetz.

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