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Lexikon

Zirkulationspumpen: Hygienisch und komfortabel Warmwasser erzeugen

Zirkulationspumpen sind spezielle Umwälzpumpen für den Einsatz in Trinkwasser- und Brauchwasserleitungen. Die kontinuierliche Umwälzung des erwärmten Trinkwassers in Warmwasser-Zirkulationsleitungen ist vor allem in größeren Gebäuden mit zentralem Warmwassererzeuger notwendig. Eine Zirkulationspumpe mit Schwerkraftbremse gewährleistet die erforderliche Regelbarkeit im Gegensatz zu älteren Systemen mit Schwerkraftzirkulation.

Hoher Warmwasserkomfort entsteht, wenn das Wasser in gewünschter Temperatur fast direkt beim Zapfen zur Verfügung steht. Gleichzeitig ist der Wasserverbrauch geringer, da auch an vom Warmwassererzeuger weit entfernt liegenden Zapfstellen der abgekühlte Leitungsinhalt nicht erst abgelassen werden muss. Besonders wichtig sind Zirkulationsleitungen als Mittel gegen Legionellenbildung durch kontinuierliche, thermische Desinfektion der Warmwasserleitung.

Die Materialien einer Zirkulationspumpe, die mit dem Trinkwasser in direkte Berührung kommen, müssen hohen Ansprüchen genügen. Dafür kommen neben Edelstahl oder Messing auch Keramik und ausgewählte Kunststoffe zum Einsatz.

Steuerung und Regelung mit Zeitschaltuhr

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Für maximalen Komfort, Energieeffizienz, Hygiene und lange Haltbarkeit muss die Steuerung und Regelung der Zirkulationspumpe hohe Anforderungen erfüllen, die sich zum Teil widersprechen. Für hohe Energieeffizienz sollte die Zirkulation möglichst bedarfsgerecht, mit geringem Energieverbrauch und wenig Bereitstellungsverlusten erfolgen. 

Für hygienische Trinkwasserqualität ist dagegen eine regelmäßige Erwärmung des kompletten Kreislaufs notwendig. Für den erwünschten Komfort soll Warmwasser am besten sofort bei Bezug verfügbar sein. Gleichzeitig sind möglichst wenig Schaltzyklen wünschenswert, um die Elektronik der Zirkulationspumpe zu schonen. Es existieren für diese Thematik zahlreiche Ansätze mit selbstlernenden Hocheffizienzpumpen, digitalen Zeitschaltuhren und anderen Lösungen. Dabei gibt es kein Patentrezept. Vielmehr ist es Sache des Fachbetriebs, die Regelung exakt auf die Nutzung und das System abzustimmen.

Beim Einbau auf Dämmung und Entlüftung achten

Die Sanierung des Heizsystems ist eine gute Gelegenheit, wenn Hausbesitzer eine Zirkulationsleitung mit Zirkulationspumpe nachrüsten möchten. Dabei spielt auch die Dämmung der Warmwasserrohre eine wichtige Rolle. Die Abstrahlungsverluste der dauerhaft warmwasserführenden Leitungen erzeugen höhere Kosten als das zuvor abgelassene Kaltwasser.

Moderne Hocheffizienzpumpen halten den Energieverbrauch für die Umwälzung sehr gering. Ist eine alte Zirkulationspumpe verbaut, kann es sich lohnen, diese zeitnah austauschen zu lassen.

Beim Einbau einer Zirkulationspumpe ist auch das fachgerechte Entlüften sehr wichtig. Bei unsachgemäßem Vorgehen verbleiben Luftpolster in der Leitung. Geraten diese in die Zirkulationspumpe, kann sie trocken laufen und Schäden davon tragen.

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