Niedrigenergiehaus von außen

Die Anlagen-Aufwandszahl: Praxiswissen für die Heizungsplanung bei Buderus

Eine zentrale Forderung der EnEV ist die Bewertung der Effizienz von Gebäuden anhand des Primärenergiebedarfs. Dafür ist die Anlagen-Aufwandszahl ep die zentrale Kenngröße. Die Berechnungsgrundlagen basieren auf DIN V 18599.

Die Anlagen-Aufwandszahl bringt Bauphysik und Anlagentechnik in einen sinnvollen Zusammenhang. Energieverluste durch die eingesetzten Lösungen lassen sich in der Berechnung quantifizieren und durch Effizienzvorteile an anderer Stelle ausgleichen. Das gibt Planern und Architekten den notwendigen Freiraum bei der Konzeption von Gebäuden und ihrer technischen Ausstattung.

 

 

Den Primärenergieverbrauch exakt quantifizieren

Mit der Anlagen-Aufwandszahl lässt sich der Energieverbrauch für die Deckung des Gebäudebedarfs in der gesamten Versorgungskette betrachten. Die Kennzahl gibt an, wie viel Primärenergie an der ursprünglichen Quelle verbraucht wird, um den Bedarf für Raumheizung, Be- und Entlüftung und Warmwasser eines Objektes zu decken.

Im Vergleich mit der Erzeugeraufwandszahl entsteht damit ein realistischeres Szenario, da auch der Aufwand für die Bereitstellung des jeweiligen Energieträgers mit in die Berechnung eingeht. So sind erneuerbare Energien gegenüber fossilen Energieträgern noch deutlicher im Vorteil.

 

 

Welche Rolle spielt die Anlagen-Aufwandszahl?

Die Definition der Anlagen-Aufwandszahl verfolgt mehrere Ziele:

  • Vergleichbarkeit der energetischen Qualität eingesetzter Komponenten und Systeme

  • eine einzige Kennzahl für das gesamte Objekt

  • flexibles und anpassbares Rechenverfahren

  • Einbeziehung energetischer Kennwerte des Herstellers

In der Praxis existiert ein dreifach abgestufter Detailgrad bei der Berechnung. Die besten Ergebnisse lassen sich durch die exakte Bewertung anhand detaillierter Verlustgrößen zu möglichst allen Komponenten der Anlagentechnik erreichen.

Auch bei geringer Kenntnis über die eingesetzte Anlagentechnik lässt sich anhand durchschnittlicher Standardkennwerte näherungsweise die Anlagen-Aufwandszahl bestimmen. Dabei ist das Ergebnis allerdings meist ungünstiger, als bei Verwendung der konkreten Herstellerwerte. Schließlich können Planer auch auf vordefinierte Werte aus einem Diagramm mit Standardkennwerten zurückgreifen.

 

 

Was hat Einfluss auf die Anlagen-Aufwandszahl?

Einfluss auf die Anlagen-Aufwandszahl haben die verwendeten Brennstoffe und Energieträger. Für jeden Energieträger wird ein Primärenergiefaktor festgelegt, der direkt in die Berechnung eingeht.

Dazu kommen die Wirkungsgrade der Anlagentechnik wie Wärmeerzeuger und Lüftungsanlagen. Für Wärmepumpen, Gasbrennwertkessel, Fernwärme oder zentrale Lüftungsanlagen wird jeweils der Jahresnutzungsgrad und als dessen Kehrwert die Erzeuger-Aufwandszahl bestimmt. Damit fließen Verluste bei der Wärmeerzeugung und Verteilung und auch die Hilfsenergie für Lüftung und Pumpen direkt in das Ergebnis ein. Dieser Wert wird mit dem jeweiligen Primärenergiefaktor multipliziert und ergibt so die Anlagen-Aufwandszahl.

Für Heizung, Lüftung und Trinkwasser wird der Wert zunächst getrennt berechnet und schließlich zusammengeführt. Das Ergebnis gibt Aufschluss über die Gebäudeeffizienz und den möglichen Sanierungsbedarf des Objektes in seiner Gesamtheit. Ein Wert über 1,3 gilt dabei nach aktuellen Vorgaben der EnEV als ungenügend.

 

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