ALU Plus Tropfen

Saubere Sache

Die Natur hat oft die besten Ideen. Und der Mensch weiß sie zu nutzen.

Oberflächen, die Wasser wie von Zauberhand abperlen lassen, Reifen, die selbst bei rasanten Kurvenfahrten auf der Straße kleben oder der altbewährte Klettverschluss – an all diesen technischen Errungenschaften hat die Natur einen nicht unwesentlichen Anteil. Denn Flora und Fauna dienen dem Menschen häufig als Vorbild, um sich das eigene Leben etwas zu erleichtern. Das Kopieren ist in diesem Fall eine intelligente Herangehensweise, schließlich haben sich viele Prinzipien in Millionen von Jahren evolutionärer Entwicklung herausgebildet und zahlreichen Spezies das Überleben gesichert.

Bereits Leonardo da Vinci, der geniale Tüftler und Künstler des 15.und 16. Jahrhunderts, beobachtete Vögel, um daraus Erkenntnisse für die Konstruktion seiner Flugapparate zu gewinnen. Er gilt heute als ein Pionier der Bionik, auch wenn der Begriff erst 1960 eingeführt wurde. Mittlerweile gibt es sogar Bionik-Studiengänge die sich damit beschäftigen, wie sich Anregungen aus der Biologie in technische Lösungen umsetzen lassen.

 

Lotusblatt Tropfen

 

Wie von Zauberhand

Eines der bekanntesten Ergebnisse, das diese Vorgehensweise hervorgebracht hat, ist der Lotos- oder auch Lotuseffekt, zurückzuführen auf Wilhelm Barthlott. Der deutsche Botaniker nutzte Raster-Elektronenmikroskopie, um pflanzliche Oberflächen zu untersuchen. Anfang der 1970er Jahre nahm er auf diese Weise die Kapuzinerkresse sowie Lotosblätter unter die Lupe, um deren Selbstreinigungsfähigkeit zu erforschen – Flüssigkeiten perlten von den Blättern einfach ab. In seinen wissenschaftlichen Analysen kam er dem Geheimnis der Pflanzen schließlich auf die Spur: Mikroskopisch kleine Noppen führen dazu, dass Wasser und Schmutzpartikel möglichst wenig Haftfläche haben, aufgelagerte Wachse verstärken den Effekt noch. Flüssigkeiten werden durch die Oberflächenspannung zu annähernd kugelförmigen Tropfen und laufen schon bei geringer Neigung fast restlos ab – denn dank der Doppelstruktur der Lotuspflanze hat ein einzelner Tropfen lediglich eine Auflagefläche von rund 0,6 Prozent.

Nützlicher Nebeneffekt: Ein abrollender Wassertropfen nimmt nicht nur Schmutz, sondern zudem auch Bakterien, Pilzsporen und Algen mit. Diese können der Pflanze somit keinen Schaden mehr zufügen, was einen enormen Überlebensvorteil für das Gewächs bedeutet.

Wilhelm Barthlott gelang es schließlich, das Lotosprinzip technisch umzusetzen. Sein patentgeschütztes Nanoverfahren wurde zum Erfolgsmodell und brachte einen Paradigmenwechsel in der Oberflächentechnologie. Es eignet sich für Oberflächen, die Wasser oder Regen ausgesetzt sind und die mechanisch nicht übermäßig beansprucht werden, weil das die Nanostruktur beschädigen könnte. Mittlerweile sind unzählige Gebäude mit schmutzabweisenden Fassadenfarben gestrichen, Waschbecken und Markisen bleiben sauber und es gibt Kleidung mit Lotoseffekt.

Auch auf deutschen Autobahnen macht man sich das Prinzip zunutze. So sind die Schutzscheiben der Toll-Collect-Mautkameras mit einer derartigen High-Tech-Oberfläche versehen, was viel länger für klare Sicht sorgt als bei Scheiben ohne Nanotechnologie. Mit großer Wahrscheinlichkeit warten draußen im Grünen oder unter Wasser noch zahlreiche weitere Geheimnisse, die zu ergründen sich lohnt – ein Grund mehr, achtsam mit der Schöpfung umzugehen.

 


ALU plus Technologie

  • Millionenfach bewährt hat sich der AluGuss-Wärmetauscher von Buderus: Die speziell entwickelte Oberflächenveredelung mit ALU plus Technologie reduziert die Festsetzung von Schmutz und Verbrennungsrückständen auf dem Wärmetauscher. Dadurch ist dieser gut zu reinigen – für eine schnelle Wartung, einen kostenoptimierten Service und eine gesteigerte Lebensdauer.

 

 

(August 2020)

 

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