Ratgeber Wärmepumpe

Heizen mit Erdwärme: Wie funktioniert das?

Es gibt verschiedene Formen, um die Wärme aus dem Erdinneren für Heizzwecke zu nutzen. In Deutschland ist die optimale Form die Erdwärmepumpenheizung. Wärmepumpen transportieren Energie aus dem Erdinneren an die Oberfläche und machen sie nutzbar für Heizung und Warmwasserbereitung. Dabei kommt auf eine Kilowattstunde Strom unter günstigen Umständen über fünfmal mehr Heizenergie.

Heizen mit Erdwärme ist einfach, preiswert und umweltfreundlich. Der ökologische Vorteil steigt direkt mit dem Anteil grüner Energie an Ihrem Strommix. Das Heizen mit Erdwärme funktioniert nach demselben Prinzip wie andere Wärmepumpen , Klimaanlagen oder Kühlschränke.

Unerschöpfliche Energie im Erdinneren

Geothermie ist die Bezeichnung für die praktisch unerschöpfliche, thermische Energie aus dem Erdinneren. Sie entsteht an der Oberfläche durch die gespeicherte Sonnenstrahlung. In tieferen Schichten speist sie sich aus der aufsteigenden Wärme aus dem Erdmantel.

In geologisch aktiven Regionen gibt es Hochenthalpielagerstätten, in denen die Hitze ungewöhnlich nah an die Oberfläche aufsteigt. Dort lässt sich Erdwärme zum Heizen auch direkt nutzen. Niederenthalpielagerstätten sind dafür nicht geeignet. Aber sie sind attraktive Energiequellen für Erdwärmepumpen.

Dafür ist es nötig, das Energiereservoir im Boden zu erschließen. Die häufigste Methode dafür ist eine Sondenbohrung. In der Sonde zirkuliert Sole. Sie nimmt thermische Energie auf und fördert sie in einem selbsterhaltenden Kreislauf zur Wärmepumpe. Dort verdichtet sie ein Kompressor in einem klassischen Kältemittelkreislauf, konzentriert sie und überträgt sie auf den Heizkreis. Vor allem für die Arbeit des Kompressors ist dabei elektrische Energie nötig.

Niedrige Heizkosten und geringe Emissionen mit guter JAZ

Die Jahresarbeitszahl gibt Aufschluss über die Effizienz der gesamten Wärmepumpenheizung. Die Leistungszahl gibt an, wie viel Wärme sie mit einer Kilowattstunde Strom unter Standortbedingungen bereitstellt.

Eine hohe Jahresarbeitszahl ist nicht nur Voraussetzung für preiswertes Heizen. Auch die Fördermittel des BAFA und die attraktiven KfW-Förderprogramme sind nur mit ausreichend hoher Effizienz erhältlich.

Moderne Erdwärmepumpen mit Invertertechnologie erlauben den Geräten, sich an den aktuellen Bedarf stufenlos (modulierend) anzupassen: dadurch können die Heizgeräte mit wenig Verbrauch das notwendige Temperaturniveau halten. Das schont die Umwelt und ist gut für die Betriebskosten.

Durch die tiefen Sondenbohrungen sind Erdwärmepumpen sehr teuer in der Anschaffung. Die Investitionen übersteigen deutlich die Kosten für konventionelle Heizgeräte wie ein Gas-Brennwertkessel . Doch mit hoher Effizienz und preiswerten Heizkosten können die zuverlässigen Anlagen über ihre gesamte Lebensdauer einen großen Teil der Kosten amortisieren.

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Mit den Neuerungen zur Gebäudeförderung im Juli 2022 sollen verstärkt CO₂-Emissionen gemindert und der Energieverbrauch gesenkt werden.

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