27. Februar 2015

EnBW betreibt Brennstoffzellen-Heizgerät von Buderus in Rutesheim


Familie Jüngling bewohnt in Rutesheim ein schmuckes Einfamilienhaus im Bauhaus-Stil. Doch damit nicht genug: In ihrem Technikraum gibt es eine Besonderheit. Hier betreibt die EnBW Energie Baden-Württemberg AG eine Buderus Energiezentrale Logapower FC10 – ein Heiztechniksystem mit hocheffizienter Brennstoffzellentechnologie, das zugleich Raumwärme, Warmwasser und Strom erzeugt. Die Anlage ist Teil des ene.field-Projekts*, des größten europäischen Demonstrationsprogramms für Brennstoffzellen-Heizgeräte. Innerhalb dieses Projektes hat die Logapower FC10 ihre Zuverlässigkeit schon mehrfach bewiesen.

Die Energiezentrale läuft jetzt bei Familie Jüngling als eine von drei Demonstrationsanlagen, die die EnBW mit Buderus betreibt. „Wir sind aufgeschlossen für die neue Technik, deshalb unterstützen wir dieses Projekt gerne“, sagt Volker Jüngling. Er ist überzeugt: „Brennstoffzellen-Heizungen sind als dezentrale Lösung zur Strom- und Wärmeversorgung zukunftsweisend“. Die EnBW bietet ihren Kunden einen sogenannten Contracting-Vertrag für Vorseriengeräte dieser Buderus-Energiezentralen mit einer Laufzeit von zehn Jahren an. Die Hauseigentümer können so ihre Energiekosten um bis zu 1 300 Euro pro Jahr senken. Zudem reduzieren sie den CO2-Ausstoß ihres Gebäudes um bis zu 50 Prozent und erhöhen durch den selbst erzeugten Strom ihre Unabhängigkeit vom Strommarkt.

Das Contracting funktioniert wie folgt: EnBW plant und betreibt die Anlage. Sie bietet einen Rundum-Service, der auch die Förderanträge umfasst und steht den Kunden als Ansprechpartner für alle Fragen zur Verfügung. Buderus liefert die Energiezentrale, die Installation übernehmen von Buderus zertifizierte Fachbetriebe. „Mit solchen effizienten und nachhaltigen Gesamtlösungen können unsere Kunden von den Chancen der Energiewende profitieren“, erklärt Markus Edel, Konzernexperte für Brennstoffzellen bei der EnBW. Das Entgelt, das der Kunde für diese Leistungen an die EnBW zahlt, setzt sich aus einer Anzahlung, einem monatlichen Grundpreis für die Anlage, Installation und Service und einem Verbrauchspreis je Kilowattstunde Wärme zusammen. Alternativ kann der Kunde die Energiezentrale auch erwerben. Besonders attraktiv: Die bis Ende März 2015 laufende Förderung von Brennstoffzellen-Heizgeräten in Baden-Württemberg reduziert den monatlichen Grundpreis deutlich.

Im Inneren der Logapower FC10 steckt eine Kombination aus neuester Brennstoffzellentechnologie und bewährter Gas-Brennwerttechnik. „Unsere Energiezentrale bietet einen hervorragenden Wirkungsgrad auf kleinem Raum und eignet sich deshalb ideal für Modernisierung und Neubau“, sagt Thomas Hoch, technischer Berater bei Buderus in Esslingen. Die Brennstoffzelle wandelt die im Erdgas enthaltene Energie in elektrische Energie um. Diese wird von den Bewohnern entweder direkt verbraucht oder als Überschuss ins Netz eingespeist und staatlich garantiert vergütet. Zugleich wird die entstehende Wärme für die Raumheizung und die Warmwasserbereitung genutzt. Die hier eingesetzte keramische Festoxid-Brennstoffzelle (Solid Oxide Fuel Cell) arbeitet bei einer Temperatur von etwa 700 Grad Celsius. Mit einem elektrischen Wirkungsgrad von bis zu 45 Prozent und einem Gesamtwirkungsgrad von bis zu 90 Prozent gehört sie zu den effizientesten Systemen zur dezentralen Strom- und Wärmeerzeugung. Teil der Energiezentrale ist zudem ein Gas-Brennwertgerät von Buderus, das bei Bedarfsspitzen zuheizt, um ausreichend Wärme für Heizung und Warmwasser zur Verfügung zu stellen. Die gesamte Anlage benötigt eine Aufstellfläche von nur 0,7 Quadratmetern.

Informationen und einen Vorab-Check für Interessenten gibt es unter www.enbw.com/brennstoffzelle.

Weitere Informationen zur Förderung von Brennstoffzellen-Heizgeräten gibt es beim Umweltministerium Baden-Württemberg unter http://um.baden-wuerttemberg.de/de/wirtschaft/ressourceneffizienz-und-umwelttechnik/foerdermoeglichkeiten/waermewende/

Pressebilder mit Bildunterschriften

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Dr. Uwe Limbeck, Entwicklungsleiter Brennstoffzellen Mikro-KWK bei Bosch Thermotechnik (l.), und Markus Edel, Konzernexperte für Brennstoffzellen bei der EnBW stellen das Brennstoffzellen-Contracting als effizientes Gesamtpaket vor.
Quelle: EnBW


EnBW betreibt ein Brennstoffzellen-Heizgerät von Buderus in Rutesheim.


Hinter dem modernen Display der Logapower FC10 verbergen sich hocheffiziente Buderus Brennstoffzellentechnologie und Gas-Brennwerttechnik.


Ein Film auf Youtube zeigt die Buderus Energiezentrale Logapower FC10 im Praxisbetrieb.