Wind

Fortluft: Luftaustausch bei kontrollierter Wohnraumlüftung

Die kontrollierte Wohnraumlüftung erhöht den Wohnkomfort und trägt mit Wärmerückgewinnung auch zur Energieersparnis bei. Sie garantiert den genau eingestellten, automatischen Luftaustausch, trägt frische Zuluft in den Wohnraum ein und entlässt verbrauchte Fort- oder Abluft ins Freie.

Umluftanlagen sind einfacher gestaltet und können eine Alternative sein. Sie vermischen die verbrauchte Luft aktiv mit frischer Luft aus weniger genutzten Räumen. Die Zufuhr von Frischluft sollte dabei gewährleistet sein.    

 

 

Installation und Auslass

Damit die Versorgung durch die Lüftungsanlage tatsächlich wie gewünscht stattfinden kann, muss der Planer noch vor der Installation eins sicherstellen: Fort- und Zuluft dürfen sich nicht miteinander vermischen. Wichtig ist dafür die Anordnung des Fortluftauslasses mit Fortluftventilator und der Zuluftöffnungen.

Entweder besteht zwischen beiden Durchlässen ein möglichst großer Abstand. Oder die Anlage arbeitet intermittierend, wie es bei manchen dezentralen Lösungen der Fall ist. Möglich ist bei reinen Fortluftanlagen auch die passive Zufuhr durch Lüftungsschlitze in Türen und Fenstern.

Der Fortluftauslass kann als Wanddurchführung, Dachdurchführung oder bei Geräten im Keller durch erdverlegte Rohre ausgeführt sein. Fortluftturm und Fortlufthaube schützen dabei vor Witterungseintrag. Auslässe in Schindelform ermöglichen die elegante Integration in die Dachhaut.

 

 

Wärmerückgewinnung aus Fortluft

Anlagen zur Wärmerückgewinnung stellen die maximale Energieeffizienz von Lüftungsanlagen in privaten Wohnimmobilien sicher. Die Wärmeverluste lassen sich durch einen Wärmetauscher zu mehr als drei Vierteln in die Raumluft rückführen. Die Fortluft ist allerdings auch bei einem Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung noch immer wärmer als diejenige der Umgebung.

Über einen Bypass lässt sich die Fortluft direkt ohne Kontakt zum Wärmetauscher ableiten, wenn in warmen Sommernächten die niedrigere Außentemperatur kühlen soll.

 

 

Fortluft-Kategorien

Die Einteilung in vier Fortluft-Kategorien EHA-1 bis 4 bestimmt die weitere Nutzungsmöglichkeit beziehungsweise die Notwendigkeit einer Weiterbehandlung ausgetragener Fortluft.

Kategorie 1 umfasst nur Stoffwechselprodukte und Baustoffe. Diese Kategorie ist unkritisch, aber für die Klimatisierung nicht weiter nutzbar.

Kategorie 2 umfasst Tabakrauch und stärkere Belastungen durch eine größere Anzahl von Menschen und Tieren.

Kategorie 3 ist durch Feuchtigkeit und Chemikalien beeinträchtigt.

Die letzte Kategorie trifft zu bei starken Gerüchen und Verunreinigungen, die in manchen Fällen auch eine weitere Aufbereitung notwendig machen.

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