17. September 2014

Erste ene.field-Brennstoffzellenanlage von Buderus bewährt sich im Praxistest

Hocheffiziente Buderus Energiezentrale Logapower FC10 liefert zugleich Wärme und Strom

In einem Einfamilienhaus in Weinstadt arbeitet seit Juli eine Energiezentrale Logapower FC10 von Buderus. Damit stellt der Heiztechnikspezialist seine hocheffiziente Lösung zur dezentralen Strom- und Wärmeerzeugung in der Praxis unter Beweis. Buderus hat die Logapower FC10 im Zuge der europäischen Brennstoffzellen-Initiative „ene.field“* installiert, Bosch Thermotechnik plant den Betrieb von insgesamt 70 Demonstrationsanlagen.

In dem modernisierten Altbau aus dem Jahr 1953 ersetzt die Logapower FC10 die bisherige Ölheizung. Per Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt die Energiezentrale mit einem Gesamtwirkungsgrad von 90 Prozent sowohl Wärme als auch Strom. Der Strom wird von den Bewohnern selbst genutzt, erst wenn keine Abnahme im Haus erfolgt, wird die überschüssige Energie ins öffentliche Netz eingespeist und staatlich garantiert vergütet. Die Hauseigentümer können die Energiekosten so voraussichtlich künftig um 800 bis 1 300 Euro im Jahr senken und werden durch die eigene Stromproduktion unabhängiger gegenüber Strompreissteigerungen.

In der Logapower FC10 arbeitet eine keramische Festoxid-Brennstoffzelle (Solid Oxide Fuel Cell, SOFC) bei 700 Grad C mit einem elektrischen Wirkungsgrad von bis zu 45 Prozent. Ins Gehäuse integriert sind zudem ein Buderus Gas-Brennwert-Hybridgerät Logamax plus GBH172 mit 14 kW Nennleistung, ein 75-Liter-Warmwasserspeicher und ein 150-Liter-Pufferspeicher. Das Gas-Brennwertgerät kommt über ein integriertes Mischventil nur bei Bedarfsspitzen zum Einsatz – wenn etwa kurzfristig eine größere Menge warmes Wasser benötigt wird. Alle Komponenten sind modular aufgebaut und vormontiert, dadurch lassen sie sich einzeln transportieren und mit vorgefertigten Rohrgruppen verbinden, aufwendige Verrohrungsarbeiten durch die Heizungsfachfirma entfallen. „Wir freuen uns über unseren gelungenen Auftakt im Rahmen des ene.field-Projekts“, sagt Wolfram Faas, Entwicklungsingenieur bei Bosch Thermotechnik. „Die Energiezentrale Logapower FC10 bringt nicht nur aufgrund der hohen Energieeffizienz großes Potential für eine breite Anwendung mit. Durch die geringe Aufstellfläche ist sie zudem ein sehr kompaktes System, das sich gut für die Modernisierung eignet.“

* Die Forschung, die zu diesen Ergebnissen geführt hat, erhielt Fördermittel für die gemeinsame Technologieinitiative für Brennstoffzellen und Wasserstofftechnik vom siebten Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union (FP7/2007-2013). Die Geldmittel stammten von der Zuschussvereinbarung n° 303462.

Pressebilder mit Bildunterschriften

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Datentabelle Energiezentrale


Alle Komponenten der Energiezentrale Logapower FC10 sind modular aufgebaut und vormontiert, dadurch lassen sie sich einfach einbringen und installieren.


Leicht anzuschließen: Aufwendige Verrohrungsarbeiten durch die Heizungsfachfirma entfallen.


Mit einer Aufstellfläche von nur 0,7 Quadratmetern eignet sich das kompakte System auch gut für die Modernisierung.


Buderus hat die Logapower FC10 im Zuge der europäischen Brennstoffzellen-Initiative „ene.field“ installiert.


Das Projektteam (v.l.n.r.): Uwe Limbeck, Leitung der Produktentwicklung Brennstoffzellensysteme bei Bosch Thermotechnik, Alexander Cordes, Verkaufsleitung Buderus Niederlassung Esslingen, Roland Krauter, Hauseigentümer, Jürgen Hanig, Walter Hanig GmbH Heizungsbau, und Wolfram Faas, Entwicklungsingenieur bei Bosch Thermotechnik