08. April 2014

Buderus Brennstoffzelle senkt Energiekosten um bis zu 1300 Euro pro Jahr

Feldtest mit hocheffizienter Brennstoffzellen-Technologie

Buderus hat mit der Energiezentrale Logapower FC10, einem Heizsystem mit hocheffizienter Brennstoffzellen-Technologie, den Feldtest gestartet. Die ersten Anlagen werden bereits mit positiver Resonanz betrieben, weitere stehen kurz vor dem Start. Insgesamt plant Bosch Thermotechnik den Betrieb von 70 Demonstrationsanlagen, die im Rahmen des ene.field Projektes*, einem großen europäischen Demonstrationsprogramm für brennstoffzellenbasierte Lösungen zur dezentralen Strom- und Wärmeerzeugung, gefördert werden.

Die Energiezentrale nutzt Erdgas als Energieträger und erzeugt per Kraft-Wärme-Kopplung zugleich Strom und Wärme – mit einem elektrischen Wirkungsgrad von über 40 Prozent und einem Gesamtwirkungsgrad von 90 Prozent gehört sie zu den effizientesten Systemen zur dezentralen Strom- und Wärmegewinnung.

Mit einer Aufstellfläche von nur 0,7 Quadratmetern ist die Energiezentrale ein sehr kompaktes System, das sich ideal für die Modernisierung und Neubau eignet. Im Inneren der Buderus Logapower FC10 steckt eine Kombination aus neuester Brennstoffzellentechnologie und bewährter Gas-Brennwerttechnik: Herzstück ist eine keramische Festoxid-Brennstoffzelle (Solid Oxide Fuel Cell, SOFC). SOFC verwenden keramische Materialien im Zellstapel und arbeiten bei 700 Grad C. Sie erreichen dadurch höhere elektrische Wirkungsgrade als Brennstoffzellen auf Polymerbasis. Im Gehäuse integriert sind zudem ein Gas-Brennwert-Hybridgerät Logamax plus GBH172 mit 14 oder 24 kW Nennleistung, ein 75-Liter-Warmwasserspeicher und ein 150-Liter-Pufferspeicher.

Eine intelligente Systemregelung sichert das optimale Zusammenspiel der Komponenten: Die Brennstoffzelle wandelt die im Wasserstoff gespeicherte Energie in elektrische Energie um. Der Wasserstoff wird aus dem zugeführten Erdgas gewonnen. Im Zellstapel reagiert der Wasserstoff zunächst mit dem Sauerstoff der Luft und bildet Wasserdampf als Nebenprodukt. Ein Inverter wandelt anschließend den Gleichstrom in Wechselstrom um, der entweder direkt verbraucht oder ins Netz eingespeist wird. Die entstehende Wärme wird im Pufferspeicher gespeichert und von dort für Raumheizung und Warmwasserbereitung genutzt. Aufgrund dieses ausgeklügelten Prinzips kommt das Gas-Brennwert-Hybridgerät Logamax plus GBH172 nur bei Bedarfsspitzen zum Einsatz – wenn etwa kurzfristig eine größere Menge warmes Wasser benötigt wird. Dank Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stromes, staatlich gefördertem KWK-Bonus und Vergütung für den ins Netz eingespeisten Strom können Anlagenbetreiber mit der Logapower FC10 die Energiekosten um 800 bis 1300 Euro pro Jahr senken. Damit wird der Betreiber unabhängig gegenüber Strompreissteigerungen und senkt darüber hinaus den CO2-Ausstoß seines Gebäudes um bis zu 50 Prozent.

Bei der Entwicklung der Energiezentrale hat Buderus auf eine einfache Einbringung an den Aufstellort und leichte Montage geachtet: Sämtliche Komponenten der Energiezentrale sind modular aufgebaut und in einem Gehäuse vormontiert – dadurch lassen sie sich einzeln transportieren und mit vorgefertigten Rohrgruppen verbinden, aufwendige Verrohrungsarbeiten durch die Heizungsfachfirma entfallen.

* Die Forschung, die zu diesen Ergebnissen geführt hat, erhielt Fördermittel für die gemeinsame Technologieinitiative für Brennstoffzellen und Wasserstofftechnik vom siebten Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union (FP7/2007-2013). Die Geldmittel stammten von der Zuschussvereinbarung n° 303462.

Pressebilder mit Bildunterschriften

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Datentabelle Energiezentrale und Brennstoffzelle


Die Energiezentrale Buderus Logapower FC10 ist eines der effizientesten Systeme zur dezentralen Strom- und Wärmeerzeugung.